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	<title>My Far Away Love</title>
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	<description>My Far Away Love - Die Travel Soap</description>
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		<title>Episode 38</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 20:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jessica]]></category>
		<category><![CDATA[Max]]></category>
		<category><![CDATA[Roland]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Roland und Sergej, die bereits seit längerer Zeit hinter der Speicherkarte her waren, die Jessica mit sich führte, warteten nur auf den richtigen Zeitpunkt , um zuzuschlagen. Gerade als Max und Jessica in Saigon von dem schrecklichen &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-38/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Roland und Sergej, die bereits seit längerer <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">Zeit</a> hinter der <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">Speicherkarte</a> her waren, die Jessica <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-23/">mit sich führte</a>, warteten nur auf den richtigen  Zeitpunkt , um zuzuschlagen. Gerade als Max und Jessica in <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-37/">Saigon</a> von dem schrecklichen Inhalt des Datensticks erfuhren, wurden sie von den beiden Ganoven eiskalt erwischt. Die Jagd hat ein Ende &#8211; doch ist es auch das Ende von Jessica und Max?</p></blockquote>
<p><span id="more-524"></span></p>
<h3>Ein psychopathischer Unterton</h3>
<p>Roland und Sergej waren ebenfalls am Vortag in Saigon gelandet. Im Gegensatz zu Jessica und Max hatten sie jedoch eine sehr bequeme Anreise. Sie checkten am Vormittag aus dem <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=LGK212&#038;typ=P" target="blank">Meritus Pelangi Beach Resort</a></strong> aus, ließen sich zum Flughafen von Langkawi fahren und flogen via Kuala Lumpur nach Vietnam. Zu diesem Zeitpunkt waren beide äußerst tiefenentspannt, da vier Tage purer Erholung auf Langkawi hinter ihnen lagen. Roland wurde zwar mit jedem Tag, dem sie dem Treffen in Saigon näher kamen, nervöser, doch Sergej ließ sich seinen Wodka durch den Panikmacher nicht verwässern. Der Grund für Rolands Unbehagen war ein Anruf vom Käufer. Seine zwielichtige Eminenz weilte momentan in <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=AUH231&#038;typ=P" target="blank">Abu Dhabi</a></strong>, würde aber in drei Tagen in Hamburg sein, um dann das Geschäft zum Abschluss zu bringen. In seiner unnachahmlichen Art teilte er diese Informationen Roland mit, dem diese Ansagen, gepaart mit dem typisch psychopathischen Unterton, Bauchschmerzen bereiteten. Sergej winkte nur ab. </p>
<p>Über den geplanten Aufenthaltsort von Jessica und Max in Saigon, dem <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SGN231&#038;typ=H" target="blank">Le Duy Hotel</a></strong>, war Sergej dank der Kreditkartennutzung von Max bestens informiert. Allein ihm behagte die Unterkunft überhaupt nicht, wie er nach einem kurzen Besuch nach ihrer Ankunft in Saigon feststellte. Ein wenig mehr Luxus durfte es dann schon sein und zu bezogen beide das pompöse <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SGN215&#038;typ=H" target="blank">Hotel Majestic</a></strong> im historischen Stadtkern. Rolands Zweifel, dass sie durch die Nutzung einer anderen Unterkunft die Kontrolle über Jessica, Max und die Daten verlieren würden, konnte Sergej rasch zerstreuen. Zum einen hatte er einen besonders windig aussehenden Mopedfahrer Saigons für die Überwachung der beiden engagiert und zum anderen war er dank seines Spionage affinen Helfers aus Russland &#8211; der ihn immer auch über die Kreditkartennutzung auf dem Laufenden hielt &#8211; ebenfalls über den regen Mailverkehr von Max im Bilde. Er wusste, dass beide am morgigen Tag in einer Wohnung in der Ly Tu Trong verabredet waren. Ein Zugriff in einer lokalen Behausung würde viel ungestörter ablaufen, als in einem gut besuchten Hotel. Roland verstand und war einmal mehr tief beeindruckt von der Professionalität seines russischen Buddys, der scheinbar immer ein paar Schritte weitere dachte, als es Roland für möglich hielt. </p>
<p>Während sich also ihr vietnamesischer Informant an die Fersen von Jessica und Max heftete, genossen Sergej und Roland die Annehmlichkeiten, die ein First-Class Hotel so zu bieten hat. Nach einer wunderbaren Massage &#8211; wo jedoch Roland schlichten musste, da Sergej wohl einen deutlich anderen Service von der Dame erwartet hatte, genossen sie ein formidables Abendmahl auf dem Dach des Hotels, bevor sie nebenan an der Open Air Bar ein klein wenig versackten. Roland zog noch rechtzeitig die Notbremse, wusste er doch um seine äußerst miserable Konstitution nach einem Saufabend mit Sergej und dafür stand morgen einfach zu viel auf dem Spiel. Mit ein wenig Schlagseite verabschiedete er sich von Sergej und wankte auf sein Zimmer. </p>
<h3>»Reisschnaps! Nikita-Wodka!«</h3>
<p>Lediglich ein kleines Schwindelgefühl am nächsten Morgen signalisierte Roland, dass er offenbar zum richtigen Zeitpunkt die Reißleine gezogen hatte. Auf Langkawi ging das noch gründlich schief und er hatte den Umstand verteufelt, nicht das opulente Frühstück des Resorts genießen zu können, da er es immer eine Viertelstunde später wieder verlor und eben auch nicht mit dem gewünschten Appetit verspeisen konnte. Sergej indes sah man die Freude auf den für beide wichtigen Tag in Vietnam nicht an. Seine Augen waren blutrot unterlaufen. </p>
<p>»Guten Morgen, Sertsch!«, begrüßte Roland ihn. »Bereit für einen großen und erfolgreichen Tag?«<br />
»Arghhhhhh«, war die kurze und grimmige Antwort des Russen.<br />
»Sergej, was zum Teufel ist los mit Dir?«, hakte Roland nach.<br />
»Reisschnaps! Nikita-Wodka!«<br />
»Du willst sagen, Du hast einen Kater?«<br />
»Das und bin extrem schlecht gelaunt. Genau richtig für heute.«<br />
»Du bist Dir sicher, dass Du es packst?«<br />
»Scheißt Papst in Wald?«<br />
»Okay, ich habe verstanden«<br />
»War gestern noch unterwegs«, streute Sergej beiläufig ein »und habe mitgebracht was.« Dabei strich er die linke Seite seines Jacketts zurück und Roland konnte den dunklen Griff einer Pistole erkennen.<br />
»Ah &#8230; okay. Meinst Du die, brauchen wir?«<br />
»Zumindest Rieber brauch die und zwar im Gesicht.«<br />
»Du willst doch nicht etwa &#8230;«<br />
»Weiß nicht. Aber wenn die wieder rennen weg, ich dann hab 15 kleine Freunde, die alle sind schneller als sie.«</p>
<p>Gegen halb elf brachen sie zur Ly Tu Trong Road auf. Hätten sie sich für ein Moped- oder Velotaxi entschieden, sie wären wahrscheinlich innerhalb von 15 Minuten vor Ort gewesen. Doch Sergej wollte es schön bequem haben und seinem Kater nicht weiter Futter geben und entschied ein Taxi zu nehmen. Gegen elf Uhr meldete sich sein Kontaktmann, dass Jessica und Max jetzt die Wohnung betreten hätten. Roland und Sergej waren immer noch ein ganzes Stück von ihrem Ziel entfernt. Nervös und entnervt vom Saigoner Straßenverkehr, verließen sie das Auto und pfiffen rasch zwei willige Mopedfahrer herbei. Binnen weniger Minuten waren sie vor Ort und der Schädel von Sergej dröhnte jetzt gehörig dank des Lärms und der vielen Abgase, denen sie ausgesetzt waren. Er lugte durch ein Fenster der Souterain-Wohnung, legte einen zufriedenen Gesichtsausdruck auf, bezahlte den immer noch wartenden Spitzel mit ein paar Dollar und gab Roland ein Zeichen, dass es jetzt losgehen würde. </p>
<p>Mit einer Kreditkarte öffnete Sergej leise die Tür und beide schlichen sich in die Wohnung, wo sie beobachten konnten, wie sich gerade Jessica, Max und ein Vietnamese auf einem Bildschirm Ausschnitte aus ihrem kleinen Filmchen ansahen. Sie wussten jetzt also Bescheid und das erleichterte Sergej die Entscheidung, was denn mit ihnen geschehen sollte, ungemein. Er erhob Stimme und Pistole und schlug Max nieder. Keine Frage, auf diesen Moment hatte der stolze Russe lange warten müssen und der Tiefschlag vom Lockenkopf auf Mallorca kratzte noch immer an seinem Ego. Jetzt, da er ihn blutend am Boden liegen sah, hellte sich seine Stimmung auf. Gepaart mit dem üblichen Adrenalin &#8211; wie ein Schauspieler konnte auch er das Lampenfieber vor solch Auftritten auch nach der 100. Vorstellung nicht ganz ablegen &#8211; war Sergej jetzt auf Betriebstemperatur. </p>
<h3>»Lieber lass ich mir jeden Fingernagel einzeln ziehen«</h3>
<p>»Hol Dir die Speicherkarte«, sagte Sergej zu Roland ohne dabei Jessica und Huang aus den Augen zu verlieren. Roland ging zu den beiden hinüber und ließ sich das Speichermedium von Huang aushändigen. Dann wandte er sich Jessica zu. Diese stand noch immer wie angewurzelt vor dem Computerbildschirm und blickte auf den am Boden liegenden Max. Roland roch an ihrem Hals. Voller Abscheu wich Jessica zurück.<br />
»Na na, nun hab Dich mal nicht so, Baby. Noch vor Kurzem hast Du meine Nähe noch sehr geschätzt.«<br />
»Vergiss es! Das mit uns war schon lange aus, ich hatte es nur noch nicht gerafft.«<br />
»Ach Jessy, Du weißt gar nicht, was Dir entgeht. Hättest Du mich nicht einfach so sitzen gelassen, wir hätten noch eine so schöne Zeit haben können.«<br />
»Und zusammen Deine Videokollektion anschauen können?«<br />
»Du versteht das völlig falsch. Natürlich ist das kranker Mist, aber dieser kranke Mist wird mich zu einem reichen Mann machen, denn die alten Männer auf dem Band, die ihre Finger nicht von Kindern lassen können, sind angesehene Bürger und die werden zahlen, dass niemand von ihren perversen Vorlieben erfährt. Komm schon Baby, noch ist es nicht zu spät für Dich. Ich leg bei Sertsch ein gutes Wort für Dich ein und wir versuchen es noch einmal.«<br />
»Lieber lass ich mir jeden Fingernagel einzeln ziehen«, erwiderte Jessica voller Abscheu und spuckte Roland ins Gesicht.<br />
Dieser wischte sich mit dem Handrücken über die Wange und lächelte breit.<br />
»Okay Sergej, ich bin fertig mit der Schlampe. Sie gehören Dir. Tob Dich nur ordentlich aus und schon´ sie nicht.«</p>
<p>Roland drehte sich wieder um und wollte zu Sergej gehen, der durch die Szene von eben stark belustigt einen seiner Traktorenlachanfälle bekam und für einen Wimpernschlag die Pistole senkte und unaufmerksam war. Niemand beachtete in diesem Moment Max, der bereits wieder bei sich war, doch bewusstlos stellte. Gerade als Roland einen Schritt über ihn machen wollte, öffnete Max die Augen und trat ihm in Fallrückzieherstellung in die Weichteile. Roland machte das Klappmesser und ließ dabei die Speicherkarte fallen. Max sprang sofort auf und stieß den überraschten Ex-Lover seiner Freundin mit aller Kraft in dessen Ganoven-Partner. Beide krachten in ein an der Wand stehendes Regal, welches unter der Last und Wucht zerschmettert wurde und gingen zu Boden. Huang hechtete in die Küche und stieß die Hintertür seiner Wohnung auf und war verschwunden. Max angelte sich den Datenstick, nahm Jessica am Arm und spurtete mit ihr durch den sich anbietenden Notausgang. Gerade als sie den Türrahmen erreicht hatten, knallten zwei Schüsse, begleitet vom splitternden Holz des Rahmens. Mit eingezogenen Köpfen stürmten sie hinaus auf den Hinterhof und rannten ohne sich umzublicken über eine Gasse hinaus auf die wuselige Le Thanh Ton Road. Max schrie den nächst besten Mopedfahrer an, er möge sie sofort von hier wegbringen. Jener hatte offenbar ein Gespür für brenzlige Situationen, kickte sein Gefährt und ließ Jessica und Max aufsteigen. Zu dritt auf dem Moped bahnten sie sich ihren Weg durch das Chaos Richtung Westen. </p>
<p>Nachdem Sergej die zwei Schüsse abgegeben und sich von Rolands Körper befreit hatte, rannte er den beiden hinterher und konnte nur noch den blonden Schopf von Jessica im Gewühl der Masse auf einem Moped ausmachen. Wilde Flüche verließen seine Lippen. Rasch blickte er sich nach einer Lösung für sein Dilemma um. Mittlerweile war auch Roland in gebückter Körperhaltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Straße angekommen. Vor einem Zeitungsbüdchen machte Sergej zwei ruhende Mopedfahrer aus. Er stürmte auf sie zu und gab ihnen mit vorgehaltener Pistole zu verstehen, dass die Zweiräder jetzt den Besitzer zu wechseln hatten. Jeder schwang sich auf eines dieser lautstarken Zweitakter-Gefährte und gab der Büchse die Sporen. </p>
<h3>»Genug Flucht! Jetzt ist Schluss!«</h3>
<p>Jessica und Max waren einfach nicht schnell genug. Zwar nahm der Fahrer immer wieder kleine Gassen um den Vorsprung vor ihren Verfolgern zu halten, doch nach etlichen Beinahe-Stürzen und den hohen Belastungen, die auf das Moped einwirkten, kamen Sergej und Roland immer dichter. Zumindest konnte Max, der den hinteren Platz auf dem Zweirad hatte, bereits den schwarzen Anzug von Sergej in der Ferne ausmachen. Irgendwo am Tau Hu Kanal quittierte das wohl bereits altersschwache Gefährt seinen Dienst. Und das genau in der Ecke von Saigon, die üblicherweise wohl nicht allzu oft von Touristen beehrt wird. Der wohlhabende Teil der Bevölkerung lässt die Gegend, kurz vor Chinatown, wohl auch eher links liegen, denn überall bot sich Jessica und Max ein Bild der Armut. Kaputte Behausungen aus fauligem Holz oder rostendem Metall standen hier am Rande einer Kloake, die wohl kaum die Bezeichnung Fluss verdient hatte. Die wenigen armen Teufel, die sich hier aufhielten, schauten nur gelangweilt aus ihren Verschlägen auf die beiden Touristen, die gerade wie zwei Irre zu Fuß durch ihr Viertel hetzten.</p>
<p>An einer maroden, ja beinahe schon, einfallenden Brücke über die dunkelbraune Seiche, war die Hatz beendet. Sergej war so dicht, dass ein Schuss in die Luft genügte, um Jessica und Max klar zu machen, dass die Situation für sie jetzt auswegslos wäre. Mitten im Schritt zwischen zwei fauligen Holzplanken der Brücke hielten sie inne und nahmen die Hände hoch. Sergej stieg von seinem Moped und schmiss es achtlos zur Seite. Der nur wenige Momente später eintreffende Roland tat es ihm gleich und postierte sich links des Russen.</p>
<p>»Genug Flucht! Jetzt ist Schluss!«, gab Sergej mit dröhnender Stimme von sich, während er mit seiner Beretta auf Jessica und Max zielte. Langsam näherte er sich dabei dem Brückenrand.<br />
»Ihr seit wie widerliche Kakerlaken, die man nicht bekommt tot. Viel zu viel Zeit verschwendet mit Euch Ungeziefer. Roland, hol Karte und keinen Fehler mehr!«<br />
Roland nickte und bahnte sich vorsichtig seinen Weg über das sehr instabil wirkende Bauwerk zu den beiden. Resignierend händigte Max ihm die Speicherkarte aus. Roland drehte sich triumphierend zu seinem Partner um.<br />
»Okay Roland. Jetzt gib es mir und wir haben gewonnen endlich.«<br />
Roland ging die wenigen Schritte zu Sergej zurück und überreichte ihm bereitwillig den Stick. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht nahm Sergej ihn an sich. Dann richtete er die Pistole plötzlich auf ihn und gab zwei Schüsse ab. Der völlig überraschte Roland wurde von den Treffern in Schulter und Brust nach hinten geworfen und fiel über das Geländer zwei Meter tief, bevor ein sich am Flussrand befindender Steg seinen Sturz stoppte. Regungslos blieb er liegen. Jessica schrie auf.</p>
<p>»Tut mir leid Kumpel«, begann Sergej, »aber Du hast alles immer nur versaut. Schlaf gut, verdammter Amateur. Jetzt mehr Zaster für mich.«<br />
Dann wandte er sich wieder Jessica und Max zu.<br />
»Ihr folgt ihm jetzt. Ist nichts Persönliches, aber ihr zu viel wisst &#8211; ihr wisst schon&#8230;«, waren die vermutlich letzten Worte, die die beiden in ihrem Leben hören sollten. Jessica klammerte sich an Max und schloss die Augen, nachdem sich der rechte Zeigefinger von Sergej um den Abzug der Beretta gebogen hatte. Max blickte in den Lauf der Pistole und kniff die Augen in Erwartung des Mündungsfeuers zusammen. Dann drückte er Jessica. Der Finger von Sergej zog den Abzug langsam durch.</p>
<h3>Ein letztes Mal streckte sich sein linker Arm in die Höhe</h3>
<p>»Hey, Russenarschloch!«, erklang eine verzerrte Stimme aus der Tiefe. Sergej´s Finger ließ den Abzug ruhen und er schaute über das Geländer und mitten in einen metallernen Gegenstand, der genau in diesem Augenblick sein linkes Auge traf und einen stechenden Schmerz verursachte. In seinem Auge steckte ein Wurfstern &#8211; ein als Souvenir gedachtes Mitbringsel, dass Roland noch am Vortrag von einem Straßenhändler gekauft hatte. Es war sein erster Wurf mit einem solchen Objekt in seinem Leben und Jessica und Max konnten dankbar sein, dass er hierfür wohl ein gewisses Naturtalent besaß. Nach diesem Glückswurf ließ sich Roland zufrieden auf den Rücken fallen und verlor das Bewusstsein.</p>
<p>Sergej schrie, ließ die Pistole fallen, taumelte in Richtung Jessica und Max und erwischte dabei eine der morschen Planken. Mit einem lauten Krachen gab sie dem Gewicht des Russen nach und Sergej fiel hinab in die dunkelbraune Soße des Tau Hu Kanals. Ein letztes Mal streckte sich sein linker Arm in die Höhe, bevor der unappetitliche Morast seinen Körper verschluckte.</p>
<p>Wenige Tage später. Max und Jessica übergaben die Speicherkarte mit dem brisanten Videomaterial dem deutschen Botschafter in Saigon. Roland befand sich noch immer auf der Intensivstation des Executive Health Care Centers. Sein Zustand war jedoch bereits so stabil, dass er deutschen Behörden seine Kooperation im Fall des Pädophilen-Ringes in Hamburg anbot und darüber hinaus den Käufer ans Messer lieferte. Dieser wusste nicht wie Roland Bork aussah und so erschien ein Undercover-Polizist zum vereinbarten Zeitpunkt an der Außenalster. Mit Michail Tiomkin, so der Name des Käufers, ging den Behörden ein richtig dicker Fisch ins Netz. Der Deutschrusse befand sich schon lange im Visier der Ermittler von Scotland-Yard und Interpol &#8211; doch bisher konnte ihm nie etwas nachgewiesen werden. Der Körper von Sergej Ushenko konnte dagegen nicht gefunden werden. Jessica und Max waren bereit, den <strong><a href="http://comfort30.traffics-ibe.com/tibet.php?ntc=1&#038;typ=N&#038;hmask=1&#038;ixp=charter&#038;refresh=session&#038;switched=1287140032&#038;cfg=0530010080000000&#038;thm=http%3A%2F%2Fcomfort.traffics-switch.de%2Fkundentemplates%2Fv5%2Ftvg#tfx_header" target="blank">Rückflug</a></strong> vom Tan Son Nhat International Airport anzutreten, doch ein Geständnis hatte Jessica Max noch zu machen.</p>
<p>»Ich freu mich mit Dir nach Hause fliegen zu können«, sagte Max in der Wartehalle des Flughafens und gab Jessica einen Kuss.<br />
»Nicht nur mit mir, mein Lieber.«<br />
»Was heißt das denn? Nehmen wir etwa deinen verkorksten Ex-Freund in unserem Flieger mit nach Deutschland?«<br />
»Was? Nicht dass ich wüsste.«<br />
»Sondern?«<br />
»Max &#8230; ich bin schwanger!«</p>
<p><strong><em>Ende</em></strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Mehr optische Eindrücke gefällig? </p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=29582&#038;id=126589944051819">Fotoalbum <em>Vietnam</em> auf Facebook anschauen!</a></p>
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		<title>Episode 37</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 20:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jessica]]></category>
		<category><![CDATA[Max]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Mehr als 13.000 Kilometer hatten Jessica und Max auf ihrer abenteuerlichen Urlaubstour bereits hinter sich gelassen. Als Fremde trafen sie sich auf Mallorca und wurden durch schicksalhafte Fügungen zueinander gebracht. Mittlerweile waren sie als Pärchen in Südostasien &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-37/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Mehr als 13.000 Kilometer hatten Jessica und Max auf ihrer <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">abenteuerlichen</a> <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-32/">Urlaubstour</a> bereits hinter sich gelassen. Als <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-10/">Fremde</a> trafen sie sich auf <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-1-mallorca/">Mallorca</a> und wurden durch <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-13/">schicksalhafte</a> Fügungen zueinander gebracht. Mittlerweile waren sie als <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-19/">Pärchen</a> in <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-26/">Südostasien</a> unterwegs. Obwohl sie Jessicas Ex-Freund, <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-12/">Roland</a>, bereits längst vergessen hatten, besaßen sie noch immer ein Andenken an ihn. Die ominöse <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">Speicherkarte</a> und ihr Geheimnis wollten beide nun in Saigon lüften und dem Spuk damit ein für alle Mal ein Ende setzen.</p></blockquote>
<p><span id="more-518"></span></p>
<h3>Eine wirkliche Maschinengewehrsalve an vietnamesischen Sing-Sang</h3>
<p>Der Himmel über Saigon war in ein kraftvolles Abendrot gehüllt. Diverse Wolkenschichten türmten sich zu fantastischen Gebilden auf. Kein Zweifel, der Monsun hatte die Herrschaft über das Klima Südostasiens. Nicht dass es unentwegt regnen würde, doch zumindest ein kräftiger Schauer ging tagsüber &#8211; meist am Morgen &#8211; über der Region hinunter. Dabei kühlte es sich nicht merklich ab &#8211; ganz im Gegenteil. Statt einer trockenen Hitze fühlt es sich eher wie in einer großen Waschküche an. Nach knapp einer Woche hatten sich Jessica und Max an dieses außergewöhnliche Klima gewöhnt. Wichtig war es Klimaanlagen weitestgehend zu meiden, denn diese weitverbreitete technische Errungenschaft gaukelte ihnen doch nur das europäische Wetter vor, während draußen ein ganz anderer Song gespielt wurde, auf den sie durch eine regelmäßige Nutzung dieser Kältekammern niemals klargekommen wären. </p>
<p>Sie erreichten die südliche Metropole Vietnams am späten Nachmittag, also gegen 17 Uhr, was in den Tropen bedeutete, dass sie noch exakt 60 Minuten Tageslicht auskosten durften, bevor die Sonne um Schlag sechs bis zum nächsten Tag verschwand. Saigon, das heute eigentlich Ho Chi Minh City heißt, erreichten sie durch die Nutzung eines Linienbusses via Ving Longh in einer Tagestour. Ein wenig wehmütig hatten sie am Morgen das <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=VCA220&#038;typ=H" target="blank">Kim Tho Hotel</a></strong> in Can Tho verlassen. Nur allzu gerne hätten sie noch einen weiteren Tag in der Stadt am Mekong verbracht, doch der Zeitplan war ein wenig eng, wenn sie noch den Freund von Jai in Saigon antreffen wollten.</p>
<p>Während andere Touristen, den sie auf dem Weg begegneten, in klimatisierten Minibussen reisten, mischten sich Jessica und Max unter die Einheimischen im lokalen Verkehrsmittel, das natürlich über keine künstliche Kältezufuhr verfügte. Doch beide hatten sich auf die Hitze eingestellt und so machte ihnen die stickige Luft im Bus nicht viel aus. Belastend war viel mehr eine Frau, die wohl zu einer ethnischen Minderheit des Landes gehörte. Sie schien einen Narren an Max gefressen zu haben. Der stand direkt neben ihr und sie ließ eine wirkliche Maschinengewehrsalve an vietnamesischen Sing-Sang auf ihn niederprasseln. Ein opulent buntes Kopftuch schmückte ihr Haupt, der Mund war so zahnleer wie der des Taxifahrers an der Grenze und um den Hals und an den Fingern glitzerten übermäßig viele Ketten und Ringe. Sie schien sich despektierlich oder zumindest belustigend über Max zu äußern &#8211; zumindest nahm er das an, da er kein Wort des Kauderwelschs verstand doch die Mehrheit der interessiert zuschauenden Masse an Mitfahrern herzhaft lachen musste ob der Äußerungen von der skurrilen Dame. So im Mittelpunkt zu stehen gefiel ihm wiederum gar nicht und als sie auch noch anerkennend in seinem spärlichen Brusthaar wühlte, war es Max wirklich zu viel. Er versuchte ihr zu verstehen zu geben, dass er jetzt einfach in Ruhe gelassen werden wollte. Jessica wiederum, glücklich nicht das Opfer zu sein, klinkte sich in die allgemeine Heiterkeit der Mitfahrer ein und bekam wahre Lachkrämpfe von den vergeblichen Versuchen ihres Freundes sich der alten Frau zu entledigen. Erst als er ihr eine seiner Zigaretten offerierte, nachdem sie ihm offenbar einige ihrer Ringe verkaufen wollte, gab die Frau Ruhe. Kein Wunder, denn nachdem sie sich die Fluppe mitten im Bus angezündet hatte, legte der Fahrer einen außerplanmäßigen Zwischenstopp ein um sie des Vehikels zu verweisen. Max atmete zufrieden durch und genoss den Rest der Fahrt in dem vietnamesischen Linienbus, der keine regulären Haltestellen ansteuerte. Gäste, die aussteigen wollten, machten durch Zuruf auf sich aufmerksam. Der Fahrer verringerte das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit und ermöglichte so dem willigen Aussteiger einen relativ gefahrlosen Absprung. Genau so sah es dann auch bei den neu hinzukommenden Fahrgästen aus &#8211; nur eben umgekehrt. Sie winkten wie blöde am Straßenrand und gaben dann ordentlich Fersengeld, um auf den Bus der Marke Ikarus aufzuspringen. Verrückt!</p>
<h3>Verkehrsregeln schienen außer Kraft gesetzt zu sein</h3>
<p>Am Busbahnhof wurden beide sogleich von einer Scharr Mopedfahrer eingekesselt. Jeder wäre gerne der Glückliche gewesen, der die beiden Ausländer zu ihrem Hotel gebracht hätte. Doch Max wimmelte alle Dienstleister ab und lotste Jessica zu einem Taxi. Ein Fehler, wie sich rausstellen sollte, denn mit dem Moped oder sogar zu Fuß wären sie weitaus schneller gewesen. Sämtliche Max bekannte Verkehrsregeln schienen hier außer Kraft gesetzt zu sein. Millionen Moped- und Radfahrer standen einer Minderheit von Autofahrern gegenüber, die wiederum in langen Staus gefangen waren. Doch irgendwann erreichten sie das <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SGN231&#038;typ=H" target="blank">Le Duy Hotel</a></strong> im 1. Distrikt der Stadt und schon wartete ein neues Abenteuer auf die beiden Vietnamnovizen. Das Auto hielt am rechten Straßenrand, das Hotel stand wiederum auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Doch wie heil hinüberkommen, wenn beide Seiten durch einen dichten Strom von Fahrrädern, Mopeds und einigen Autos versperrt waren und eine Ampel sich nirgends in Sichtweite befand? Beide blickten beinahe eine Ewigkeit auf dieses Dilemma in der stillen Hoffnung ein Muster oder zumindest eine Lücke entdecken zu können. Doch Fehlanzeige. Hätte Max nicht Jessica einfach an die Hand genommen, sie würden wohl noch heute an dieser Straße in Saigon stehen. Das Geheimnis war Vertrauen. Vertrauen in die Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmer, die offenbar immer vorsichtig mit dem schwächsten Glied der Kette &#8211; in diesem Fall den Fußgängern &#8211; umgehen würden. Beide taten vorsichtig einen Schritt vor den anderen und tatsächlich, wie Moses einst das Rote Meer spaltete, bahnten sie sich ihren Weg durch dieses Chaos aus Blech und Menschen, die ohne zu murren und zu hupen einfach um sie herumfuhren. Verblüffend einfach. Ein gleichartiger Feldversuch in Berlin hätte definitiv mit einem Krankenhausaufenthalt geendet. </p>
<p>Das vom <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de" target="blank">Reisebüro</a></strong> gebuchte <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SGN231&#038;typ=H" target="blank">Le Duy Hotel</a></strong> war wieder einmal zauberhaft und kostete beide kaum viel mehr als ein Lächeln. Überhaupt hatten sie sich den raschen Pulsschlag Asiens bereits zu eigen gemacht und statt einer längeren Verschnaufpause auf dem Zimmer, stürzten sie sich nach einer schnellen Dusche bereits wieder in die hektische, laute und wunderschöne einstige Kolonialstadt Indochinas.</p>
<p>Sie spazierten zum Tao Dan Park und borgen rechts in die Thi Minh Khai ein. Die Route war von Max geschickt gewählt, denn so passierten sie direkt den imposanten Wiedervereinigungspalast der im Dunkeln durch eine imposante Illumination auf sich aufmerksam machte. Gleich in der Nähe des luxuriösen <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SGN240&#038;typ=H" target="blank">Sofitel Saigon Plaza Hotels</a></strong> ließen sie sich in einem Lokal nieder und nahmen ein sagenhaftes Abendessen &#8211; Huhn mit Reis &#8211; zu sich. Der Ausflug war auch dahin gehend praktisch, da sich die Wohnung von Huang, dem Kumpel von Jai, genau hier in der Gegend befand. Huang hatte sie am nächsten Vormittag in sein Heim eingeladen und so konnten Jessica und Max an ihrem ersten Abend in Saigon gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. </p>
<h3>»Meine Eltern Gastarbeiter waren in der DDR«</h3>
<p>Nach einer ausgezeichneten Nacht und einem wahrlich fürstlichen Frühstück im Hotel am nächsten Morgen brachen sie dann mitsamt der Speicherkarte zur Behausung von Huang in die Ly Tu Trong auf. Seine Wohnung befand sich, für einen Computernerd standesgemäß, im Souterrain des Mehrfamilienhauses. Huang, der sich optisch deutlich von seinem Freund Jai unterschied (groß, hager und mit einem Kassenbrillenmodell ausgestattet) öffnete ihnen die Tür und begrüßte sie sehr herzlich auf Vietnamesisch. Max stellte sich und Jessica vor und gab ihm zu verstehen, dass er vietnamesisch leider überhaupt nicht verstehen würde. Huang kicherte. </p>
<p>»Kein Problem Max, ich gut deutsch sprechen kann«, sagte er plötzlich.<br />
»Wie das?«, fragte Jessica nach.<br />
»Meine Eltern Gastarbeiter waren in der DDR. Nachdem Mutter mit mir schwanger wurde, sie musste zurück nach Vietnam, da es Vietnamesen verboten war Kinder zu bekommen. Sie sagte, ich müsse lernen Sprache um mich später dann bei der DDR über dieses Verhalten beschweren zu können. Nun, ich kann deutsch sprechen, aber keiner mehr da zum beschweren«, berichtete er und schloss den Satz wieder mit seiner grellen, aber sympathischen Lache.<br />
»Das tut mir leid«, sagte Jessica.<br />
»Nein muss nicht. Ist dennoch gut, das ich sprechen kann deutsch. Gut für´s Geschäft. Apropos Geschäft, Jai meinte, ihr hättet Speicherkarte, die ich entschlüsseln soll.«<br />
»Ja in der Tat, wir fanden sie in einer Armbanduhr und würden gerne wissen was für Daten so geheimnisvoll versteckt gehalten werden &#8211; wir vermuten etwas Illegales, da der Besitzer der Daten gern krumme Geschäfte abwickelt«, erklärte Max ihm die Umstände ihres Besuches.<br />
Er übergab Huang den Datenstick, der diesen sogleich in seinen aufgemotzten PC schob und mit seinen Fingern rasch klackernde Befehle in den Rechner hämmerte. Begleitet wurde diese Handlung von anerkennenden Schmatzlauten  &#8211; was wohl ein gutes Zeichen war, wie Max vermutete. Als Huangs Hände mit ihrer Arbeit fertig waren ruhten sie für einen Moment sanft neben der Tastatur. Ihr Besitzer begutachtete sein Werk, nickte zufrieden und erhob sich wieder von seinem Arbeitsplatz. </p>
<p>»War interessante Verschlüsselung, doch ich habe Codeknackerprogramm. Wir jetzt warten einen Moment auf Ping-Singnal und dann wir können schauen Daten an. Wollt ihr einen echten vietnamesischen Kaffee haben?«</p>
<p>Während Jessica und Max den Kaffee genossen, der so süß war, dass er wohl in der Lage wäre, Plomben nebst Zahn problemlos zu entfernen, ertönte das angekündigte Ping-Singal. Alle drei gesellten sich nun um den Computerbildschirm und Huang legte den Inhalt der Speicherkarte frei. </p>
<p>»Ist Videodatei, die da gut geschützt wurde«, erklärte er und startete den Film. Nach nur wenigen Momenten war klar, um was für abartiges Bildmaterial es sich hier handelte. Jessica schaute angewidert zur Seite und Max bat Huang das Video sofort zu stoppen.</p>
<h3>»War ich all die Jahre mit einem Pädophilen zusammen?«</h3>
<p>»Kinderpornografie?! War ich all die Jahre mit einem beschissenen Pädophilen zusammen?« Jessica war fassungslos.<br />
»Nein, denke ich nicht. Warum sollte er so was mit sich führen? Ich denke eher, dass er diesen Schund verkaufen wollte«, mutmaßte Max.</p>
<p>»Bist wirklich helles Kerlchen, Lockenkopp.« Eine Stimme mit einem starken russischen Akzent betätigte seinen Verdacht.</p>
<p>Alle drei drehten sich blitzartig zum Eingang der kleinen Wohnung um und schauten in den Lauf einer Beretta. In den Händen hielt sie der hässliche Gorilla, mit denen Max und Jessica bereits Bekanntschaft auf Mallorca machen durften. An seiner Seite stand Roland und hatte sein arrogantestes Lächeln aufgesetzt.<br />
»Hallo Jessy! Hase, endlich sehen wir uns mal wieder. Du hast Dich nicht einmal von mir verabschiedet.«<br />
Jessica war schockiert. Erst diese schrecklichen Bilder von alten Männern und Kindern und jetzt das plötzliche Auftauchen der beiden längst abgehängt geglaubten Ganoven.</p>
<p>Sergej ging raschen Schrittes auf Max zu und schlug ihm den Pistolengriff mitten ins Gesicht. Max ging zu Boden und verlor das Bewusstsein. Blut floss aus seiner Nase. Jessica schrie. </p>
<p>»Ahhhh &#8230; seit Tritt in die Eier von Dir auf Mallorca ich hatte tiefes Bedürfnis das zu tun. Fühlt sich wunderbar an«, erläuterte Sergej, während er voller Verachtung auf den jetzt am Boden liegenden Max hinunterschaute.<br />
»Okay, her mit den verfluchten Daten und dann machen wir alle einen langen Spaziergang«, ergänzte er, während sein Blick vom ausgeknockten Max auf Jessica und Huang wechselte.</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Mehr optische Eindrücke gefällig? </p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=29582&#038;id=126589944051819">Fotoalbum <em>Vietnam</em> auf Facebook anschauen!</a></p>
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		<title>Episode 36</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-36/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 23:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie Schönbeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: 15 Jahre sind seit dem Verschwinden von Gustav vergangen. Die Behörden hatten ihn längst für tot erklärt und selbst sein Sohn Martin glaubte nicht mehr an ein Happy End. Einzig seine Frau Mathilda gab die Hoffnung auf &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-36/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>15 Jahre sind seit dem <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-34/">Verschwinden von Gustav</a> vergangen. Die Behörden hatten ihn längst für tot erklärt und selbst sein Sohn Martin glaubte nicht mehr <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-31/">an ein Happy End</a>. Einzig seine Frau Mathilda gab die Hoffnung auf ein Wiedersehen nie auf. Ausgerechnet während des gemeinsamen <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-17/">Familienurlaubs in Italien</a> und der anschließenden <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-28/">Kreuzfahrt</a> durchs Mittelmeer, fanden sie das verlorene Familienmitglied wieder. Gustav litt an retrograder Amnesie und erst die Begegnung mit seiner Familie führte zur totalen Erinnerung. Zeit das Wiedersehen zu feiern und nach Hause zurückzukehren.</p></blockquote>
<p><span id="more-514"></span></p>
<h3>»Oh Gott, mir fehlen 15 Jahre meines Lebens«</h3>
<p>Schönbecks hatten es sich in einer Suite des <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MLA224&#038;typ=P" target="blank">Rocca Nettuno</a></strong> in Sliema gemütlich gemacht. Nachdem Gustav sich wieder seiner selbst entsinnen konnte, hatte Martin umgehend ein Telefonat mit seinem <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de" target="blank">Reisebüro</a></strong> geführt. Die Kreuzfahrt auf der <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/Rsb_suche.asp?engine=kreuzfahrt" target="blank">Costa Pacifica</a></strong> wollten sie sofort abbrechen und benötigten jetzt eine Unterkunft auf Malta. Das <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MLA203&#038;typ=P" target="blank">Phoenicia Hotel</a></strong> war bereits hoffnungslos überfüllt &#8211; doch im nur wenige Kilometer entfernten Städtchen Sliema wurde das <strong><a href="http://www.flugboerse.de" target="blank">Reisebüro</a></strong> fündig und buchte der Familie drei Suiten im umwerfenden Rocca Nettuno. Während Mathilda, Gustav und die Kinder mit dem Taxi bereits vorfuhren, holten Martin und Sabine das Gepäck vom Kreuzfahrtschiff. Alles andere hätte jetzt auch keinen Sinn gemacht, schließlich war der längst für tot erklärte Ehegatte/Vater/Schwiegervater/Großvater wieder aufgetaucht und versetzte alle in einen Zustand taumelnder Freude. </p>
<p>Sie saßen alle in der Suite von Mathilda und Gustav. Die Erwachsenen am Tisch, Dorothea und Karl auf der Couch. Draußen war es bereits dunkel.<br />
»Oh Gott, mir fehlen 15 Jahre meines Lebens mit meiner Frau, meinem Sohn und meinen Enkelkindern«, konstatierte Gustav und sein Gesicht trug wieder diese traurigen Züge wie noch vorhin am Nachmittag bei seiner Rückkehr.<br />
»Ach Gustav, Du lebst und das ist alles was zählt«, beruhigte ihn Mathilda und strich mit ihrer rechten Hand über seine linke Wange.<br />
»Kannst Du dich daran erinnern, was damals auf dem Schiff passierte und wie Du hier hergekommen bist?«, wollte Martin wissen.<br />
»Die Fähre war bereits einige Stunden unterwegs. Cliff, Frank, Jochen und ich saßen an einem Tisch des Bordrestaurants. Wir wollten gerade auf unser famoses Sardinien-Konzert anstoßen und mussten noch auf Horst warten. Er und seine Pionierblase befanden gerade mal wieder auf der Toilette. Dann gab es eine mächtige Erschütterung und nur kurze Momente später stürmte uns Horst entgegen und brüllte, dass das Schiff in Flammen stehen würde. Panik brach aus. Tische wurden umgeschmissen, Menschen fielen zu Boden und andere stürzten über sie und dabei konnte man noch nicht einmal Rauch riechen. Cliff und Frank ließen sich von diesem Tohuwabohu anstecken und rannten Horst hinterher &#8211; Jochen hielt mich am Arm zurück. Gemeinsam gingen wir zum vorderen Ausgang. Von überall hörten wir Schreie, und als wir aufs Oberdeck traten, sahen wir auch warum: Der gesamte hintere Teil der Fähre stand in hellen Flammen. Ich hatte unglaubliche Angst. Wir schauten uns nach Rettungsbooten um. Etliche waren bereits dem Feuer zum Opfer gefallen und die wenigen, die noch da waren, hatten bei Weitem nicht ausgereicht. Menschen sprangen in die dunklen Fluten des Mittelmeeres und wurden von ihnen verschluckt. Jochen fand noch einen Rettungsring und erklärte, dass wir noch so lange wie möglich auf dem Kahn verharren sollten. Wenn der Rauch und die Flammen dann näher kämen, würden wir ebenso ins Wasser springen und uns an dem Rettungsring festklammern und auf Hilfe warten. Unglaublich lange15 Minuten später war es dann soweit. Ich hatte immer wieder nach den Anderen gerufen, doch Cliff, Frank und Horst waren nirgends auszumachen. Die Flammen hatten den mittleren Teil längst erreicht und Rettungsschiffe waren noch immer nicht in Sicht. Wir kletterten über die Reling, schauten uns an und bestätigten mit einem Kopfnicken. Dann sprangen wir«, berichtete Gustav, dessen Erinnerungen zum ersten Mal an diese grauenvolle Nacht vor 15 Jahren zurückkehrten.<br />
»Im Wasser konnte Dich Jochen nirgends finden«, sagte Mathilda.<br />
»Jochen hat es also geschafft! Das ist schön. Was ist mit dem Rest von »Boxer«?«<br />
»Tut mir leid Gustav, sie konnte nur noch tot geborgen werden.«<br />
»Eine Schande. Die armen Kerle.«</p>
<h3>»Willkommen zurück im Leben«</h3>
<p>»Wie ging es mit Dir weiter, Vater?«, drängelte Martin, der endlich wissen wollte, welches Leben sein Erzeuger die nächsten 15 Jahre führte &#8211; ohne seine Familie.<br />
»Zu mir kam ich in einem hellen Zimmer mit Blümchentapete. Weder wusste ich, wer ich war, was mit mir geschehen war, noch wo ich hingehörte. Ein alter maltesischer Fischer von Gozo hatte mich aus dem Wasser geholt. Ich lag wohl quer über einer Schiffsplanke und war heftig angeschlagen. In seiner einfachen Behausung in Strandnähe päppelte mich seine liebenswürdige Frau wieder auf. Immerhin konnte ich Englisch und so verständigten wir uns. Hätte ich gewusst, wonach ich suchen sollte, ich hätte es getan, doch da war nichts, absolut gar nichts. Keine Ahnung, ob Ihr Euch das vorstellen könnt, aber ich war ein Mann ohne Vergangenheit. Monate müssen vergangen sein, bevor ich nach Malta übersetzte und mein Glück in Valetta versuchte. Eines Abends ging ich durch die Straßen der Stadt und blieb vor einer Bar stehen. Die Musik, die aus ihr drang, wärmte meinen verwirrten Geist. Die Gedanken wurden langsamer und ein ungemeines Glücksgefühl durchflutete mich. Ich ging hinein und setzte mich zu den Musikern. Man schaute mich gar nicht lange fragend an, sondern überreichte mir eine Trompete und ich jammte einfach mit. Es war wie ein Stück Heimat gefunden zu haben. Den Jungs gefiel mein Spiel und so blieb ich dort. Ich spielte beinahe jeden Abend und bekam ein bisschen Geld dafür und irgendwann schenkte mir ein alter Kerl seine Martin Committee. Er meinte, er würde dem Instrument nicht gerecht werden und sie in meiner Obhut in besseren Händen wissen. Diese Trompete zu besitzen, war wie ein Stück Vergangenheit zurückzuerlangen, ohne das ich es hätte erklären können. Uns so spielte ich hier fortan auf der Insel. Tagsüber vor dem Hotel Phonicia und am Abend im BJ&#8217;s. Dann seid ihr erschien und habt mich aus meiner Dunkelheit befreit. All die verlorenen Jahre&#8230;«, schloss er seinen Bericht.<br />
»Und all die wunderbaren Jahre, die wir jetzt noch zusammen genießen dürfen! Willkommen zurück im Leben, mein lieber Mann«, ergänzte Mathilda und gab der traurigen Geschichte eine optimistische Wendung.</p>
<h3>Teenager-Sparschwein-schröpfender- Industrie-Kaugummi-Pop</h3>
<p>Zwei Tage später <strong><a href="http://comfort31.traffics-ibe.com/tibet.php?hmask=1&#038;ntc=1&#038;thm=http%3A%2F%2Fcomfort%2Etraffics%2Dswitch%2Ede%2Fkundentemplates%2Fv5%2Ftvg&#038;cfg=0530010090000000&#038;typ=N&#038;epc=1&#038;ixp=pauschal&#038;hmi=TXL%2CSXF%2CTHF&#038;stp=2&#038;dsi=SUF&#038;tdc=0&#038;refresh=session&#038;switched=1280136699#tfx_header" target="blank">flog</a></strong> die gesamte Familie Schönbeck zurück nach <strong><a href="http://comfort31.traffics-ibe.com/tibet.php?hmask=1&#038;ntc=1&#038;thm=http%3A%2F%2Fcomfort%2Etraffics%2Dswitch%2Ede%2Fkundentemplates%2Fv5%2Ftvg&#038;cfg=0530010090000000&#038;typ=H&#038;epc=2&#038;ixp=pauschal&#038;opi=BIG&#038;stp=2&#038;tdc=0&#038;htc=BER085&#038;refresh=session&#038;switched=1280137236#tfx_header" target="blank">Berlin</a></strong>. Ein aufregender Urlaub lag hinter ihnen und das schönste Mitbringsel war Gustav. Ein Glück, das Mathilda nach seinem Verschwinden die Wohnung beinahe unverändert gelassen hatte. Selbst von seinen Sachen hatte sie sich nicht getrennt. Gustav fand sein Heim beinahe genauso vor, wie er es vor 15 Jahren zurückließ. Er war jetzt beinahe 75 Jahre alt und bemüht all das Verpasste schnellstmöglich wieder aufzuholen, sofern dies denn möglich war. Immerhin kehrte er als Großvater zurück! In langen Gesprächen mit Mathilda sollte er all die ihm entgangenen Geschichten erfahren und sich Schritt für Schritt in sein altes Leben zurückfinden.</p>
<p>Karl redete in der nur wenige Tage später beginnenden Schule von nichts anderem als seinem Opa, den sie aus dem Urlaub mitgebracht hatten. Die Lehrer amüsierten sich, meinten sie doch, dass der Junge von einer neuen Bekanntschaft der Großmutter sprach. Erst, nachdem Gustav seinen Enkel eines Nachmittags von der Schule abholte und sich als Schönbeck vorstellte, schaute sich das Lehrpersonal verdutzt an und Gustav kam nicht umher, seine große Abenteuergeschichte zu erzählen. Die sollte er in nächster Zeit des Öfteren zum Besten geben und natürlich reicherte er sie immer mal wieder um einige fiktive Fakten an &#8211; wie das eben so ist, beim Geschichtenerzählen. </p>
<p>Dorothea freute sich natürlich auch über ihren neuen Großvater. Am meisten begeisterte sie sein Spiel auf der Trompete und für Martin und Sabine vollkommen überraschend, widmete sie sich fortan in jeder freien Minute dem Erlernen des Instruments. Gustav war ein ganz hervorragender Lehrer und schon recht bald konnte Martin aus ihrem Zimmer so etwas wie echte Musik vernehmen. Endlich, so freute er sich, schienen Miley Cyrus, Justin Biber und all diese anderen abscheulichen Ausgeburten des Teenager-Sparschwein-schröpfenden- Industrie-Kaugummi-Pop ohne Inhalt Geschichte. </p>
<p>Sabine und Martin genossen die neue ungeahnte Harmonie in der Familie. Einzig das Glück von Sabine war noch nicht vollständig. Sie erwartete die baldige Rückkunft von ihrer kleinen Schwester, die sie seit dem kurzen Telefonat am ersten Morgen auf dem Kreuzfahrtschiff, nicht mehr gesprochen hatte. Einerseits war sie froh, dass sich Jessica von Roland &#8211; den Sabine nie leiden konnte &#8211; getrennt hatte, aber was war davon zu halten, dass sie bereits mit einem neuen Typen durch Asien tourte? So kannte sie ihre Schwester gar nicht. Immerhin hatte sie eine SMS von Jessica erhalten. Sie schrieb, dass sie auf dem Weg nach Saigon wäre und sich auf ein baldiges Wiedersehen mit vielen aufregenden Geschichten freuen würde. Auf diese Rückkehr war Sabine wirklich sehr gespannt.</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
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		</item>
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		<title>Episode 35</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 15:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jessica]]></category>
		<category><![CDATA[Max]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Roland und Sergej hatten sie vermeintlich erfolgreich abgehängt. Ihr neuer Gegner waren die Straßen von Kambodscha. Nachdem Jessica und Max auf den Spuren von Lara Croft in den Tempeln von Angkor wandelten, erreichten sie Phnom Penh, die &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-35/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Roland und Sergej hatten sie <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-33/">vermeintlich</a> erfolgreich <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">abgehängt</a>. Ihr neuer Gegner waren die Straßen von Kambodscha. Nachdem Jessica und Max auf den Spuren von Lara Croft in den <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-32/">Tempeln von Angkor</a> wandelten, erreichten sie <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-32/">Phnom Penh</a>, die Hauptstadt Kambodschas. Nach einem bedrückenden Besuch im Genozid-Museum ging ihre Tour weiter in Richtung Vietnam, wo sie in Saigon endlich den <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">Datenstick</a> von Roland entschlüsseln lassen wollten.</p></blockquote>
<p><span id="more-508"></span></p>
<h3>Das Regime der Roten Khmer kostete 2,2 Millionen Menschen das Leben</h3>
<p>Im April 1975 eroberten Pol Pots Rote Khmer Phnom Penh und übernahmen die Macht in Kambodscha. Sie wollten aus dem Land einen kommunistischen Agrarstaat machen. Erste Vorboten des sich entwickelnden Terrorregimes waren die Verbrennung von Büchern und die Abschaffung von Geld als Zahlungsmittel. Berufe wie Banker wurden damit überflüssig. Der urbane Raum galt ihnen als Gefahrenstelle für das angestrebte System. Innerhalb kürzester Zeit wurden so die Städte Kambodschas von den Roten Khmer geräumt. Phnom Penh, mit seinen damals zwei Millionen Einwohnern wirkte nach nur wenigen Tagen wie der Schauplatz eines postapokalyptischen Films. Die Einwohner waren fortan, gekleidet in schwarzen Einheitsuniformen, zur Arbeit auf den Feldern verdammt. Wer sich widersetzte, verschwand von der Bildfläche. Zuerst traf es die kritische intellektuelle Elite des Landes, weitete sich aber schon bald auf alle Einwohner des Landes aus. Es herrschte ein Klima der Angst und des Misstrauens. Denunzierungen ließen Menschen verschwinden und damit verabschiedete sich das Vertrauen. Nach dreijähriger Herrschaft waren etwa 2,2 Millionen Menschen verschwunden. Bis zu 30.000 ließen ihr Leben im »Sicherheitsgefängnis 21«, Toul Sleng. Nach dem Frühstück in ihrer Unterkunft, der <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=PNH240&#038;typ=H" target="blank">Villa Langka</a></strong>, ließen sich Jessica und Max von Mopedtaxis zum Genozid Museum im Südwesten der Stadt bringen.</p>
<p>»Max, das ist einfach unfassbar grauenhaft «, fasste Jessica ihre bedrückte Stimmung in Worte.<br />
»Absolut. Der ganze kranke Irrsinn, der hier stattfand, ist ja noch so unglaublich greifbar, weil er noch gar nicht so lange zurückliegt.«<br />
»Und von Außen sieht das alles so ungefährlich aus, eben wie eine Schule und dann diese herumstehenden Palmen. Abgründe tuen sich auf &#8230;«<br />
»&#8230;und es ist doch immer wieder erstaunlich, welch abartige Kreativität Menschen entwickeln, um andere Menschen zu quälen«, vollende Max den Satz von Jessica während sie vor einem der zahlreichen Folterinstrumente standen.<br />
»Lass uns gehen, ich habe genug gesehen und eine Scheißwut in mir.«<br />
»Das versteh ich. War es ein Fehler hier herzukommen?«<br />
»Ganz und gar nicht, auch wenn es krass und traurig ist, so hilft es doch zu verstehen, welch Qualen dieses Land zu erleiden hatte.«</p>
<h3>»DANGER! MINES!«</h3>
<p>Spuren dieser Zeit fanden sich im gesamten Stadtgebiet. Ob die vielen Menschen, die an Krücken gefesselt waren, da sie eine oder mehrere Extremitäten durch eine Landmine verloren hatten oder die oft auftauchenden Feldwege inmitten der Häuserschluchten. Phnom Penh blieb eine skurrile, erschreckende und zugleich faszinierte Erfahrung für Max und Jessica. Nachdem sie sich tags darauf von einem Privattaxi an die knapp 200 Kilometer entfernte Grenze zu Vietnam fuhren ließen &#8211; ja, die Straßen waren auch hier in einem mehr als katastrophalen Zustand und der Toyota Camry mit seinen drei Fahrern (vorne saßen wirklich drei Leute und Max hätte nicht sagen können, wer von denen jetzt wirklich fährt) erweckte den Eindruck einer wahnwitzigen Ralleyfahrt &#8211; bekamen sie zum Abschied aus Kambodscha noch einen deftigen Stimmungsdrücker mit auf den Weg. Der Grenzübergang von Chau Doc war zu beiden Straßenseiten von überschwemmten Reisfeldern gesäumt. Alle paar Meter mahnte ein mit einem Totenkopf versehenes Schild »DANGER! MINES!«. Tatsächlich lagern in der Erde Kambodschas noch heute zwischen vier bis sechs Millionen Landminen, die dort von Guerilla-Truppen der Roten Khmer platziert wurden. </p>
<p>So marschierten Jessica und Max den schmalen Weg zwischen den beiden südostasiatischen Ländern zu Fuß entlang und wurden von einem beklemmenden Gefühl begleitet.<br />
»Ein falscher Schritt genügt und es könnte aus sein«, ließ Jessica ihren Gedanken freien Lauf.<br />
»Ja, aber zum Glück gibt es hier Warnschilder. Die ganzen armen Teufel, die wir in Phnom Penh gesehen haben, wurden nicht gewarnt. Ich hab irgendwo gelesen, dass etwa 15 Prozent der Bevölkerung von Unfällen mit diesen verdammten Landminen betroffen sind.«</p>
<h3>»Ich liebe Dich«</h3>
<p>Nach Erledigung der Formalitäten an der Grenze und am Ende des Weges angekommen, heuerten sie einen weiteren Fahrer an, der sie mitten ins Herz des Mekong-Deltas nach Can Tho fahren sollte. Der sich aus dem Autofenster bietende Blick auf die üppige Flora und Fauna Südvietnams wusste beide zu begeistern. Leider konnte der Fahrer kein Wort Englisch und weder Jessica noch Max sprachen auch nur einen Brocken Vietnamesisch. Gerne hätten sie mehr über die Region erfahren, doch so blieb es beim optischen Augenschmaus. Immerhin kannte der Fahrer, dem scheinbar wirklich alle Zähne im Mund fehlten, das durch Max&#8217; <strong><a href="http://www.flugboerse.de" target="blank">Reisebüro</a></strong> gebuchte <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=VCA220&#038;typ=H" target="blank">Kim Tho Hotel</a></strong>. </p>
<p>Wieder einmal war Max über die Empfehlung seines <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de" target="blank">Reisebüros</a></strong> sehr glücklich. Das Hotel war relativ neu und beide bekamen ein Zimmer mit sagenhafter Aussicht auf einen Nebenarm des Mekongs. Auf dem Balkon stehend bewunderten sie das geschäftige Treiben auf dem Fluss, der Lebensader Asiens, der nach 4350 Kilometern sich hier kurz vor seiner Mündung in den Pazifik befindet. Am Abend schlenderten sie zur Hai Ba Trung Promenade und aßen mit Blick auf Onkel Ho, der seinen rechten Arm freundlich zum Gruß hob. Später besuchten sie noch das sich zu Füßen der Statur von Ho Chi Minh befindende Museum des einstigen Staatsoberhauptes.</p>
<p>Die Klimaanlage im Hotelzimmer surrte leise vor sich hin, als Jessica früh am nächsten Morgen wach wurde. Sie beobachtete den schlafenden Max neben sich. Trotz all des unglaublichen Wahnsinns, den sie in der letzten Zeit erlebt hatte, war sie froh, dass es so gekommen war, denn sonst hätte sie ihn wohl nie getroffen. Ihre gemeinsame Zeit hier in Asien war eine wahre Wiederbelebung für sie. Erstmals nach all den Jahren mit Roland wusste sie, was ihr bisher im Leben gefehlt hatte und was alles möglich ist. Es war, als hätte sie die Welt bisher nur mit einem halb geöffneten Auge erlebt. Jetzt, mit Max an ihrer Seite hatte sie beide Augen weit aufgerissen und wollte nie wieder in den alten Trott zurückfallen. Sie küsste Max auf die Wang und ging hinaus auf den Balkon, wo sich auf der anderen Mekongseite gerade die Sonne erhob. Es war gigantisch, den tiefroten Ball aufsteigen zu sehen und wie mit ihm das Leben zurückkehrte. Vereinzelte Boote knatterten bereits über den Fluss und Vögel erhoben ihre Stimmen zum Morgengruß. Die Luft war noch angenehm und alles wirkte noch herrlich verschlafen. In diesem Moment spürte sie die angenehm weichen Lippen von Max in ihrem Nacken.</p>
<p>»Was machst Du so früh schon auf den Beinen«, fragte er sie.<br />
»Glücklich sein und den majestätischen Sonnenaufgang genießen. Schau doch nur.«<br />
»Ein wahrlich opulentes Schauspiel.«<br />
Jessica drehte sich zu Max um.<br />
»Ich liebe Dich«, sagte sie und verhinderte seine Reaktion mit einem Kuss.</p>
<p>In diesem Moment sah alles nach einem perfekten Happy End für beide aus. Sie konnten ja auch noch nicht ahnen, was sie in Saigon erwarten würde.</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Mehr optische Eindrücke gefällig? </p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=29582&#038;id=126589944051819">Fotoalbum <em>Vietnam</em> auf Facebook anschauen!</a></p>
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		<title>Episode 34</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-34/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 19:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie Schönbeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Es gibt diese Geschichten, die wohl einfach zu fantastisch erscheinen, als das man sie wirklich glauben könnte. Mathilda und Martin ging es nicht anders, als sie während ihrer Mittelmeerkreuzfahrt Halt auf Malta machten. Direkt vor einem örtlichen &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-34/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Es gibt diese Geschichten, die wohl einfach zu fantastisch erscheinen, als das man sie wirklich glauben könnte. Mathilda und Martin ging es nicht anders, als sie während ihrer <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-28/">Mittelmeerkreuzfahrt</a> Halt auf <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-31/">Malta</a> machten. Direkt vor einem örtlichen Luxushotel saß da Gustav und spielte auf seiner Trompete. Das ist insofern erstaunlich, als dass Gustav bereits vor 13 Jahren offiziell für tot erklärt wurde. Ein Blick zurück.</p></blockquote>
<p><span id="more-504"></span></p>
<h3>Fährunglück und Mittelmeer</h3>
<p>Es war der 16. August 1995. Der Tag, der das Leben von Mathilda für immer ändern sollte. Sie kam gerade aus dem Zoo-Palast, wo sie sich den recht bildgewaltigen aber belanglosen Film »Rob Roy« angeschaut hatte. Bevor sie ins Bett ging, schaltete sie noch einmal den Fernseher an um sich über das Wetter des nächsten Tages zu informieren. So verfolgte sie das ARD-Nachtmagazin auch nicht mit sonderlicher Aufmerksamkeit und blätterte nebenbei gelangweilt in der aktuellen Ausgabe der Brigitte. Doch als sie plötzlich die Wörter Fährunglück und Mittelmeer hörte, ließ sie die Zeitschrift fallen und starrte gebannt auf die Mattscheibe. Verwackelte Amateuraufnahmen zeigten dort ein hell in Flammen stehendes Schiff inmitten der tiefen Schwärze der Nacht. Mathilda musste hart schlucken und ihr Körper verkrampfte sich.</p>
<p>»&#8230;brach im Maschinenraum des Fährschiffes Ginette Leborgne, das sich auf dem Weg von Sardinien nach Malta befand, ein Feuer aus. Innerhalb von drei Stunden sank das Schiff zwischen Pantelleria und Malta vor der tunesischen Küste. Vor Ort eintreffende Rettungskräfte konnten bisher 30 der insgesamt 179 Passagiere retten. Hoher Seegang und Dunkelheit erschwerten die Rettungsarbeiten, die noch zur Stunde andauern. Über die Herkunft der Passagiere wurden bisher keine Angaben gemacht. Zum Sport&#8230;«</p>
<p>Mathilda versuchte sich selbst zu beruhigen. Er wird schon nicht auf dieser Fähre gewesen sein, redete sie sich ein. Fahren ja schließlich bestimmt mehr als 20 Fähren diese Strecke am Tag. Es gelang ihr nicht. Sie wusste, dass Gustav mit seiner Band »Boxer« noch gestern Abend auf dem »Time in Jazz«-Festival in Berchidda auf Sardinien gespielt hatte. Für den heutigen Tag sah ihr Reiseplan vor, dass sie mit einer Abendfähre nach Malta übersetzen wollten, wo sie morgen auf Einladung des deutschen Konsulats ein Konzert spielen würden. Sie griff zum Telefon und wählte die Nummer von Gundula Bonnacker. Gundulas Mann Jochen spielte ebenso in der Jazz-Band und beide Paare waren eng befreundet. Nach nur einem Klingeln war Gundula bereits am Apparat, was kein gutes Zeichen war, denn normalerweise ging sie meist sehr früh ins Bett und würde unter normalen Umständen nicht mehr um Viertel nach zwölf wach sein.</p>
<h3>»Mathilda, es tut mir so leid«</h3>
<p>»Ja, Bonnacker hier!«<br />
»Gundi, hier ist Mathilda &#8230;«<br />
»Mathilda! Das Schiff! Es ist gesunken!«<br />
»Ich hab es eben im Fernsehen gesehen, aber es muss doch nicht das Schiff unserer Männer gewesen&#8230;«<br />
»Doch«, unterbracht Gundula Mathilda, »Jochen hat mich vor fünfzehn Minuten angerufen und von der Katastrophe berichtet.«<br />
»Aber wie &#8230;«, setzte Mathilda an und verfiel in Schweigen.<br />
»Es gab eine Explosion, meinte er und überall war Feuer und er ist direkt ins Wasser gesprungen und hat sich an einem Rettungsring festgehalten. Ein tunesisches Boot an ihn gefunden und mit in den Hafen von Monastir genommen.«<br />
»Weiß er was von Gustav?«, fragte Mathilda mit banger Stimme.<br />
»Mathilda &#8230; er sagte, er ist mit ihm zusammen ins Meer gesprungen &#8230;«<br />
»Dann ist er also bei ihm!«, stieß Mathilda hoffnungsvoll aus.<br />
»Das ist es ja, Mathilda, warum ich Dich noch nicht angerufen hatte &#8230; Jochen macht sich schwere Vorwürfe, denn als er aus dem Wasser auftauchte und sich den Rettungsring schnappte, war Gustav verschwunden. Er rief nach ihm und paddelte die Umgebung ab aber bekam keine Antwort.«<br />
Stille am anderen Ende der Leitung.<br />
»Mathilda, es tut mir so leid.«<br />
»Nein, nein, nein, nein. Das darf nicht sein. Gustav lebt! Das spüre ich!«</p>
<p>Als sie auch am nächsten Tag von den deutschen Botschaften in Italien und Tunesien nichts in Erfahrung bringen konnte, bestiegen Mathilda mit Martin ein <strong><a href="http://comfort31.traffics-ibe.com/tibet.php?ntc=1&#038;typ=N&#038;hmask=1&#038;ixp=charter&#038;refresh=session&#038;switched=1287429775&#038;cfg=0530010090000000&#038;thm=http%3A%2F%2Fcomfort.traffics-switch.de%2Fkundentemplates%2Fv5%2Ftvg#tfx_header" target="blank">Flugzeug nach Monastir</a></strong>. Über ihr <strong><a href="http://www.flugboerse.de/" target="blank">Reisebüro</a></strong> hatte sie noch kurzfristig Zimmer im <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MIR389&#038;typ=P" target="blank">Hotel Vincci Nour Palace</a> </strong>gebucht. Leider konnte sie nicht die Schönheit der zwischen Monastir und Mahdia gelegenen Anlage genießen, da sie den Tag im eingerichteten Katastrophenstab am Hafen von Monastir verbrachten. Mehr als 24 Stunden nach dem Unglück war die Zahl der geretteten Passagiere lediglich auf 44 gestiegen. 135 Menschen ließen ihr Leben bei diesem tragischen Fährunglück. Die Beamten vor Ort machten den beiden keine großen Hoffnungen mehr, Gustav noch einmal lebend wiederzusehen. Knapp 60 Leichen wurden aus dem Mittelmeer vor der Küste Tunesiens gefischt. Immerhin 40 knapp vor Malta. Man erklärte den beiden, dass das über die Straße von Gibraltar einfließende Wasser des Atlantiks diese Strömung bestimmt und es von daher nicht ungewöhnlich sei.</p>
<p>Beide besuchten die Überlebenden der Katastrophe, die im<strong> <a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MIR344&#038;typ=P" target="blank">El Mouradi Club El Kantanoui</a></strong>, nördlich von Monastir einquartiert wurden. Gerne hätten sie mit Jochen gesprochen, doch der saß bereits in einem Flugzeug nach Berlin. Er sollte der einzige Überlebende der Band »Boxer« bleiben. Die Leichen der anderen Mitglieder, namentlich waren das Cliff, Frank und Horst, konnten zweifelsfrei identifiziert werden. Von den Überlebenden im Hotel konnte sich niemand an Gustav erinnern. Mit einer Fähre fuhren Mathilda und Martin zwei Tage später weiter nach Malta, wobei sie die ganze Fahrt an Deck verbrachten und vergeblich Ausschau nach Gustav hielten. Sie quartierten sich im <a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MLA237&#038;typ=P" target="blank"><strong>Baystreet Hotel </strong></a>von Valetta ein und hofften auf Nachricht. Nach weiteren drei Tagen flog Martin zurück zu seiner schwangeren Frau Sabine nach Deutschland. Mathilda blieb noch eine ganze Woche und stand jeden Abend an der Hafenmole und erhoffte sich ein Lebenszeichen ihres Mannes. Es kam nicht. Stattdessen erhielt sie zwei Jahre später ein amtliches Schreiben, in dem Gustav Schönbeck offiziell für tot erklärt wurde. Ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen indes starb nie.</p>
<p><strong><em>Malta&#8230;15 Jahre später</em></strong></p>
<p>Gustav erhob sich schwerfällig von seinem Hocker und packte die Trompete in den dafür vorgesehenen Koffer. Der Frau, die ihn soeben mit seinem Namen angesprochen hatte, standen Tränen im Gesicht. </p>
<p>»Na, so traurig ist doch meine Musik hoffentlich nicht«, sagte er mit sanfter Stimme und legte seine Hand auf ihre Schulter. Es half nicht. Mathildas Schluchzen wurde nur noch heftiger.<br />
»Gustav, erkennst Du mich denn nicht?«, begann sie wieder.<br />
»Wie ich schon sagte«, begann er zögerlich, »an eine Begegnung mit Ihnen kann ich mich leider nicht entsinnen. Aber mein Gedächtnis ist auch nicht wirklich mehr das Beste.«</p>
<p>Der Portier des <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MLA203&#038;typ=P" target="blank">Phonicas</a></strong>, ein weißhaariger älterer Mann mit Zylinder, hatte die Szene zufällig beobachtet. Mit wenigen Schritten war er bei Martin, der immer noch ein klein wenig abseits von seinen Eltern stand, verloren wirkte und mit Tränen zu kämpfen hatte. </p>
<p>»Entschuldigen Sie«, sprach der Portier Martin auf deutsch an.<br />
»Ja?«<br />
»Kennen Sie den Mann?«<br />
»Ja, er ist«, begann Martin und seine Stimme wurde plötzlich brüchig, »&#8230;mein Vater.«<br />
»Ist das ihr Ernst?«<br />
»Ja, wir dachten er wäre Tod. Vor 15 Jahren sank seine Fähre auf dem nach Malta &#8230;«<br />
»Die Ginette Leborgne, ich erinnere mich.«<br />
»Genau. Mein Vater war auf dieser Fähre, aber er wurde nie gefunden &#8211; weder tot noch lebendig und jetzt sitzt er hier und spielt auf seiner Trompete.«<br />
»Einer Martin Committee, auf die Größen wie Miles und Gillespie schwörten. Das hat er mir erzählt«, berichtete der Portier und zeigte dabei auf Gustav.<br />
»Was wissen Sie noch?«, fragte Martin nach.<br />
»Nicht viel. Vor etwa 13 Jahren muss es gewesen sein, da tauchte er hier das erste Mal mit seiner Trompete auf. Normalerweise dulden wir keine Musikanten vor unserem Hotel, aber für den feinen Jazz von Gustav haben wir gerne eine Ausnahme gemacht.«<br />
»Sie kennen also seinen Namen?«<br />
»Ja, aber vielmehr auch nicht. Fragen nach seiner Vergangenheit wich er immer aus oder konnte sie nicht beantworten. Jeden Tag sitzt er hier und spielt. Er gehört quasi zum Inventar und bewohnt auch ein Zimmer für Angestellte hier im Hotel. Es freut mich zu sehen, dass er doch Familie hat. Gustav wirkt immer so traurig, wenn er nicht gerade spielt.«<br />
»Danke das Sie sich um ihn gekümmert haben, aber er scheint sich nicht mehr an uns zu erinnern.«<br />
»Nun, ich lese viel. Menschen, die ihr Gedächtnis durch einen Schock oder was auch immer verloren haben, kann durch Gegenstände, Orte oder Personen aus ihrer Vergangenheit geholfen werden, sich wieder zu erinnern.«<br />
»An meine Mutter kann er sich offensichtlich nicht erinnern.«<br />
»Versuchen Sie es doch einmal, schließlich sind sie sein Sohn und zwischen ihnen besteht ein ganz besonderes Band.«</p>
<p>Martin ging hinüber zu Gustav, der noch immer seine Mutter versuchte zu trösten. Während er sich näherte, fiel ihm der große braune Jackettknopf in seinem Portemonnaie ein. Dieser war einst der Talisman seines Vaters gewesen, den er vor seiner Abfahrt vor 15 Jahren zu Hause hat liegen lassen. Der Knopf gehörte einst zu dem Jackett, das Miles Davis bei seinem Auftritt 1964 in der Berliner Philarmonie trug. Nach dem Konzert wurde Miles von Leuten bedrängt und irgendjemand riss ihm dabei den Knopf vom Revers. Gustav sah ihn über den Boden rollen und nahm ihn an sich. </p>
<p>»Hallo Vater, ich hab hier etwas für Dich.« Gustav schaute zu erst Martin an, bevor sein Blick auf den Knopf fiel und sein Gesichtsausdruck plötzlich aufhellte und sein Blick klar und deutlich und wissend wurde.<br />
»Martin! Mein Sohn! Mathilda! Oh mein Gott, was ist &#8230;«, er brachte den Satz nicht mehr zu Ende. Seine Füße versagten ihren Dienst und Gustav sackte in sich zusammen. Martin war fing seinen Vater auf und hievte ihn wieder auf seinen Hocker. Der Portier eilte los um ein Glas Wasser zu holen. Gustav hatte nur kurz das Bewusstsein verloren. Mit einem wachen und neugierigen Blick, der doch unglaublich viel Traurigkeit in sich barg, wollte er gerade wieder das Wort ergreifen, doch Mathilda kam ihm zuvor.</p>
<p>»Es ist in Ordnung Gustav. Du brauchst nichts zu sagen. Schön das Du wieder da bist. Dein Sohn hat sich prächtig entwickelt und gleich da hinten warten schon Deine Enkelkinder auf Dich.«</p>
<p>Gustav schaute rüber zum Hoteleingang, wo Sabine mit Dorothea und Karl wartete. Die drei blickten in seine Richtung. Karl lachte und winkte mit der Hand. Gustav erwiderte das Lächeln und verlor vollkommen die Kontrolle über den Fluss seiner salzigen Augenflüssigkeit verlor. Alle Dämme brachen.</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
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		<title>Episode 33</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-33/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 11:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roland]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Während Jessica und Max einen kleinen Rundtrip durch Südostasien unternahmen, hatten Roland und Sergej ihre Fährte bereits aufgenommen. Noch warteten sie in Singapur auf einen weiteren verräterischen Kreditkarteneinsatz der beiden. Irgendwann und irgendwo könnten sie dann endlich &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-33/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Während Jessica und Max einen kleinen <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-26/">Rundtrip</a> durch <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-32/">Südostasien</a> unternahmen, hatten Roland und Sergej ihre Fährte bereits aufgenommen. Noch warteten sie in <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-30/">Singapur</a> auf einen weiteren verräterischen Kreditkarteneinsatz der beiden. Irgendwann und irgendwo könnten sie dann endlich zuschlagen und den verloren gegangenen <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">brisanten Datensatz</a> sicherstellen. Der Deal mit dem <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-27/">Käufer</a> würde nach dieser langen <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">Verfolgungsjagd</a> endlich über die Bühne gebracht werden und den erhofften Geldsegen bringen. Doch wie vertreibt man sich am besten die Zeit in Singapur?
</p></blockquote>
<p><span id="more-498"></span></p>
<h3>»Aufregend wie Quark mit Kartoffel«</h3>
<p>»Meinst Du, wir müssen die ganze Zeit hier in der Stadt auf eine Bewegung der Idioten warten, oder können wir nicht vielleicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?«, fragte Roland Sergej während beide das opulente Frühstück in Sergejs Hotel genossen. Seit zwei Tagen waren sie jetzt in Singapur und Roland war der Stadt ein wenig überdrüssig. Klar, diese ganze Moderne und der Konsum und die ethnische Vielfältigkeit der Stadt waren ganz interessant, aber Roland war der Ansicht, dass wenn man sich schon in den Tropen aufhält, dann doch nicht unbedingt allzu viel Zeit im urbanen Raum. Strand! Frauen in Bikinis! Drinks! Ja, das schon eher. </p>
<p>Dann noch dieses unschöne Erlebnis im Casino an der Marina Bay. Nein, ein Zocker war er nicht und den Ausflug hatte er als bösen Fehlschlag buchen müssen. Mal schön 1000 Euro versenkt und nichts außer sinnlos verpufftem Adrenalin erhalten. Sergej schaffte es wenigstens beim Black Jack mit einer sauberen Bilanz rauszukommen. Roland hingegen ging am Roulettetisch gnadenlos unter. Der anschließende Besuch des Singapurer Nachtzoos war auch nicht wirklich der Bringer. Zusammen mit tausenden Anderer wurden sie einmal durch das gesamte Areal geschleust und sahen nicht viel. War ja schließlich auch dunkel. Die Löwen lagen genauso regungslos wie am Tag herum und ansonsten gab es nur ein paar langweilige Hirsche zu sehen. Sergej brachte es auf den Punkt, als er sagte: »Das ist aufregend wie Quark mit Kartoffel. Seh´ mehr exotische Tiere auf russischer Landstraße liegen als hier.«</p>
<p>»Türlich nicht. Wir können auch nach Kambodscha fliegen und Jessica da blind verfolgen, wenn Du magst, aber ich warne: Straßen ist Kambodscha nich gut und meine Bandscheibe mag nicht«, gab Sergej zu bedenken.<br />
»Ach nö, da ist auch kein Strand. Danach wäre mir jetzt aber!«<br />
»Junge, Du stecken in Trouble, weil Deine Daten durch Asien touren und willst ausspannen am Strand?«<br />
»Hey, Moment mal. Mir ist der verdammte Ernst der Lage schon bewusst, aber ich hab auch keinen Bock mehr hier in dieser Heilenwelt-Karikatur rumzulungern. Die Kippen sind teuer, der Alk ebenso und von Prostitution haben die hier wohl auch noch nix gehört. Du hast doch gesagt, wir warten, bis die beiden irgendwo eintreffen, wo wir sie dann fein abgreifen können. Ja und da dachte ich eben, das Warten können wir doch auch woanders durchziehen.«<br />
»Okay, hast Recht Mann! Und so wie Du redest, hast auch schon Plan wo, nehme ich an?«<br />
»Korrekt! Im Flieger hab ich in einer Zeitschrift was darüber gelesen, dass Langkawi der Drehort für den Werbespot von Raffaello war! Nun, im Fernsehen sah das hammerhart aus und Langkawi liegt ja quasi hier um die Ecke und hat auch noch einen internationalen Flughafen. Was meinst Du? Wir könnten noch heute fliegen.«<br />
»Hmmm&#8230;.Na gut! Wir machen. Hast Recht. Wodka ist definitiv hier in Singapur zu teuer. Vielleicht ja billiger auf Langkawi, aber mein Hotelzimmer hier &#8230;«<br />
»Ha! Genau das hab ich mir gedacht. Mich lässt der Herr in meinem <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SIN325&#038;typ=H" target="blank">Gallery Hotel</a></strong> darben, während er es sich im <a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SIN258&#038;typ=H" target="blank"><strong>Fullerton-Luxushotel</strong></a> richtig gut gehen lässt, wie?!«<br />
»Har. Har. Okay, habe verstanden. Auf Langkawi auch Du sollst in Genuss des Lebens der Reichen und Schönen kommen. Durch Geld wir werden machen, alles ist kein Problem.«</p>
<h3>»Hey Kutscher, vergiss Tourischeiß!«</h3>
<p>Wenige Stunden später befanden sich beide im <strong><a href="http://comfort30.traffics-ibe.com/tibet.php?ntc=1&#038;typ=N&#038;hmask=1&#038;ixp=charter&#038;refresh=session&#038;switched=1287140032&#038;cfg=0530010080000000&#038;thm=http%3A%2F%2Fcomfort.traffics-switch.de%2Fkundentemplates%2Fv5%2Ftvg#tfx_header" target="blank">Flieger nach Langkawi</a></strong>, der malaiischen Urlaubsinsel schlechthin. Nach dem knapp einstündigen Flug nahmen sie sich das erstbeste Taxi und wiesen den Fahrer an, er möge ihnen doch ein wenig die Insel zeigen und sie dann bei einem ansprechenden Hotel rausschmeißen. </p>
<p>Zu erst fuhr der nicht gerade gesprächige Taxifahrer mit Sergej und Roland nach Kuah, der Hauptstadt der Insel. Direkt vor einer riesigen Adlerfigur am Wasser ließ er sie auf eine Zigarette aussteigen und erklärte noch kurz, dass es sich bei dem Adler um das Wahrzeichen Langkawis handele. Roland wollte nicht recht verstehen, warum der Mann sie gerade zu diesem Punkt geführt hatte. Der Taxifahrer erläuterte knapp, dass dies ein touristischer Hotspot der Insel ist, der gemeinhin von Touristen sehr geschätzt wird. Das wiederum brachte Sergej auf den Plan.</p>
<p>»Hey Kutscher, vergiss Tourischeiß! Nicht mit uns. Bring mal schöne Hotels ran, mein Freund«, raunzte Sergej den Fahrer mit einem bösen Funkeln in den Augen an.<br />
»Ruhig Sertsch, der Mann versteht Dich doch eh nicht«, begann Roland zu schlichten und wendete sich dann an den jetzt mächtig eingeschüchtert wirkenden Taxifahrer. »Dude, Apologies. Just show us some nice hotels, please.« Der Mann tat wie ihm befohlen und setzte sein Taxi in Richtung Westküste in Bewegung. Eine knappe halbe Stunde später fuhr er die Auffahrt zum <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=LGK210&#038;typ=P" target="blank">Mutiara Burau Bay Resort</a></strong> hinauf. Roland winkte sofort ab. Eine Bungalowanlage entsprach eher nicht seinen Vorstellungen. Der Taxifahrer rollte mit den Augen und steuerte als nächstes die Südspitze Langkawis an, wo das <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=LGK223&#038;typ=P" target="blank">Holiday Villa</a></strong> einsam am Ende einer Straße thronte. Roland stieß einen anerkennenden Pfiff aus und wähnte sich bereits am weißen Sandstrand. Doch dieses Mal legte Sergej sein Veto ein. Ihm gefiel angeblich die Architektur nicht. Der Taxifahrer verkündete, dass er noch ein Resort kenne, aber dann würde auch ihm nichts mehr einfallen. </p>
<h3>»Nastrovje!«</h3>
<p>Als das Taxi dann kurze Zeit später vor dem <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=4&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=LGK212&#038;typ=P" target="blank">Meritus Pelangi Beach Resort &#038; Spa</a></strong> hielt, blickten sich Roland und Sergej kopfnickend an. Das war es! Unterbringung in Chalets, Wassersport, umfangreiches Spa und ein traumhafter Strand vor der Tür. Genau das richtige für ein paar Tage Entspannung. Roland bedankte sich mit einem üppigen Trinkgeld beim Fahrer, der trotzdem rasch das Weite suchte. </p>
<p>Roland hatte es sich gerade auf´s Bett fallen lassen, als jemand mit heftigem Klopfen an seiner Zimmertür Zutritt forderte. Schimpfend öffnete er dem Störenfried, wohl wissend, dass es sich nur um Sergej handeln konnte. Der Russe kam schnellen Schrittes ins Zimmer gelaufen. Mit sich führte er eine Flasche Wodka und zwei Gläser. Nicht schon wieder flehte Roland innerlich. Sergej goss wortlos die Gläser voll, reichte eines an Roland weiter und begann zu reden:</p>
<p>»Mach Dir nicht zu gemütlich hier.«<br />
»Warum das denn? Wir sind doch gerade erst angekommen.«<br />
»Ja, aber ich hab Nachricht bekommen.«<br />
»Shit. Wo stecken sie also?«<br />
»Rieber hat Zimmer in Phnom Penh und Saigon gebucht.«<br />
»Also fahren wir jetzt doch nach Kambodscha, ja?«<br />
»Nein. Bevor wir sind da, die schon wieder weg. In fünf Tagen werden sie in Saigon sein. Wir dann auch.«<br />
»Das klingt fair. Nur noch sechsmal schlafen und wir sind reiche Männer! Prost Sertsch!«<br />
»Nastrovje!«</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
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		<title>Episode 32</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 16:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jessica]]></category>
		<category><![CDATA[Max]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Nein, bräsig am Hotelpool liegen war nicht das Ding von Jessica und Max. Seitdem sie in Alcudia vor Roland und dem Russen geflohen sind, bewegt sich unser Duo rastlos durch Südostasien. Na gut, sie wollen auch erfahren, &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-32/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Nein, bräsig am Hotelpool liegen war nicht das Ding von Jessica und Max. Seitdem sie in <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">Alcudia</a> vor Roland und dem Russen geflohen sind, bewegt sich unser Duo rastlos durch <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-26/">Südostasien</a>. Na gut, sie wollen auch erfahren, was auf der <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-23/">gefundenen</a> <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">Speicherkarte</a> ist, aber bevor das geschieht, gilt es Asien zu entdecken. Von Bangkok fuhren sie nach <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-29/">Siem Reap</a>. Gibt´s in Kambodscha noch was zu sehen außer Angkor Wat?
</p></blockquote>
<p><span id="more-494"></span></p>
<h3>Tomb Raider</h3>
<p>Das große Kingsize-Bett im <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=REP280&#038;typ=H" target="blank">Hotel Bopha Angkor</a></strong> war wirklich sehr gemütlich und eigentlich wären Jessica und Max noch liebend gerne liegen geblieben, doch es ist ja schließlich Urlaub und da will etwas erlebt werden! Natürlich ist Siem Reap die Anlaufstelle für die nahegelegene Tempelanlage von Angkor Wat. Nach einem kontinentalen Frühstück traten die beiden hinaus in die bereits schwüle Morgenluft Kambodschas.</p>
<p>Einen Fahrer für die Besichtigung der Tempel von Angkor anzuheuern, sollte wirklich nicht die schlechteste Idee sein. Aus der schier unendlich erscheinenden Masse von willigen Tuk-Tuk-Besitzern, die sich nach Verlassen des Hotels direkt auf Jessica und Max stürzten, wählte Max einen kleinen dicken, der mit einem lustigen Tropenhut versehen war, aus. Es hätte auch jeder andere sein können, aber Max mochte die zurückhaltende Art des Mannes, der ihn nicht gleich am Arm packte, um ihn auf sein Gefährt zu verladen. Für 20 Dollar lösten sie einen Tagespass für  den Angkor Archeological Park. Wog, der Fahrer, nahm für seine Dienste 6 Dollar. Dafür machte er ihnen den Guide, ließ sie an den verschiedenen Tempeln raus und wartete, bis die beiden mit den Besichtigungen fertig waren. Kein schlechter Deal und Wog wusste eine Menge zu berichten. Er erzählte von Khmerkönig Suryavarman II., der die teilweise wohl bereits bestehenden Tempelanlagen im 12. Jahrhundert restaurieren und weiter ausbauen ließ. Deren Ursprünge reichten wohl noch einmal hundert Jahre zurück. Ab dem 13. Jahrhundert hingegen gab es einen Baustopp, denn die Khmer hatten sich dem Buddhismus zugewandt. Seitdem verfallen die prächtigen Gebäude und Plünderer nahmen im Laufe der Jahre alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.</p>
<p>Neben diesem historischen Exkurs streute Wog auch immer wieder einige interessante Anekdoten aus der Gegenwart ein. So diente zum Beispiel der Tempel Ta Prohm als Drehort für Szenen der Videospielverfilmung Tomb Raider mit Angelina Jolie. Und tatsächlich, Max hätte es nicht gewundert, wenn Lara Croft plötzlich mit ihren zwei Wummen aus diesen mythischen und kolossalen Ruinen hervorgesprungen wäre. Überhaupt waren beide von der Gigantonomie dieser 1000 Jahre alten Anlage schwer beeindruckt. Ein wenig irritiert hingegen waren sie über die unglaublichen Bewegungsfreiheiten, die Touristen hier genießen. So konnte man auf alles, was man hier sah, einfach raufkrabbeln. Teilweise führten verdammt schmale Stufen in die Höhe &#8211; manchmal gab es nicht mal die. Max fragte sich, wie viele tollkühne Entdecker von Angkor den Besuch wohl mit einem gebrochenen Genick bezahlt hatten. Den Gedanken wischte er jedoch rasch fort &#8211; war ja schließlich nur bürokratisch-deutsches Sicherheitsdenken und das war hier nun wirklich fehl am Platze. Viel mehr genoss er das Klettern und Springen zwischen den alten und großen Sandsteinen, aus denen die Tempel einst errichtet wurden. Jessica wiederum wähnte sich in einem Wunderland, als sie den Preah Khan Tempel betrat. Die Wurzeln der Bäume, die sich ihre alte Heimat zurückeroberten &#8211; schließlich musste der Urwald den Bauarbeiten des Tempels weichen &#8211; gaben ein surreales Bild ab.</p>
<h3>Frittierte Froschschenkel</h3>
<p>Nach sieben Stunden und fünf Tempeln waren sie mit neuen Eindrücken geflutet, der Speicher im Kopf voll und die Beine lahm. Hätten sie alles von Angkor Wat sehen wollen, dann wäre der Kauf eines 3-Tage-Tickets wohl angebracht gewesen. Doch für eine kurze Reise ins alte Reich der Khmer reichte es allemal.</p>
<p>Beim Abendessen &#8211; Max widmete sich riesigen frittierten Froschschenkeln, während Jessica es beim Reishuhn mit einer Shrimps-Suppe beließ &#8211; unterhielten sich beide über den möglichen weiteren Verlauf ihres Südostasien-Trips.</p>
<p>»Jay, Du solltest diese Froschschenkel wirklich mal probieren!«<br />
»Och nö, lass mal, ich seh da eine Spur zu viel Knoblauch auf dem Teller.«<br />
»Scherzkeks. Schmeckt wie Huhn, aber gut. Hör mal, ich hab mir ein paar Gedanken gemacht, was wir als nächstes in Angriff nehmen könnten.«<br />
»Erzähl!«<br />
»Siem Reap mit all seinem Komerz und den Annehmlichkeiten für uns Westler, ist mit Sicherheit nicht das wahre Kambodscha. Lust auf eine Reise ins Herz des Landes? Ich meine, so oft kommt man hier ja nicht vorbei.«<br />
»Max, was immer Du sagst! Ich folge Dir überall hin. Die Tage bisher waren schon irre und meine Unternehmungslust ist noch lange nicht gesättigt.«<br />
»Na dann leg ich noch eine Schippe drauf und schlage vor, wir fahren über Phnom Penh nach Saigon und treffen da den Buddy von Jai und lassen uns die Inhalte der Speicherkarte eben in Vietnam zeigen!«<br />
»Ich bin dabei! Wie reisen wir?«<br />
»Fliegen kann ja jeder und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Straßen im Süden noch so viel schlechter sein können wie die auf dem Weg zur thailändischen Grenze. Vom Hotel hab ich erfahren, dass jeden Morgen ein Bus nach Phnom Penh fährt. Den sollten wir nehmen!«<br />
 »Sehr gern, Max. Du bist ein richtiger Macher!«, bemerkte Jessica anerkennend und schenkte ihm ein Lächeln.</p>
<h3>Spinne? Nein, Danke!</h3>
<p>Via Internetcafé und der Hilfe seines <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/" target="blank">Reisebüros</a></strong> hatte Max die Route rasch geplant und bereits Zimmer in Phnom Penh und Saigon reserviert. Jai informierte er ebenfalls per Mail über seine Pläne und erhielt von dem Internetjunkie umgehend die Bestätigung und die Kontaktdaten von seinem Freund in Vietnam. Er rechnete mit einem Tag Reise in die Hauptstadt, einem Tag Aufenthalt und dann weiteren zwei Tagen bis Saigon. In fünf Tagen würden sie also die alte Kolonialstadt nicht unweit des Mekong-Deltas erreicht haben. Das klang aufregend und auch Jessica freute sich über den bevorstehenden Trip.</p>
<p>Zumindest in einem Punkt sollte Max sich irren: Die Straße nach Phnom Penh war noch um einiges übler als die nach Bangkok. Ganze acht Stunden dauerte der Trip und neben dem üblichen Schlaglochgeschüttel versauten sie sich noch gehörig ihre Kleidung. Das weiße Hemd von Jessica war nach einigen Stunden dunkelrot verfärbt. Grund hierfür war der rote Staub Kambodschas, der durch das geöffnete Dachfenster unentwegt auf die Fahrgäste niederrieselte. Eine Klimaanlage gab es nicht und so entschieden sich die Reisenden gegen Erstickung durch Hitze für Verschmutzung der Sachen und Lunge. Gut, was wollte man für 5 Dollar Fahrpreis auch erwarten? An einem Halt bot ein Händler ihnen frittierte Spinne an. Max erinnerte sich an seine <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-13/">Episode aus Myanmar</a> und ergriff umgehend die Flucht. Diese Kambodschaner und ihre widerlichen Spinnen! Sie waren ziemlich am Ende, als sie am späten Nachmittag Phnom Penh erreichten, doch irgendwie auch glücklich. Gerade auf diesen Straßen, oder das was man in Kambodscha dafür hält, erfährt man noch das wahre und eigentümliche Reisen und das dies eben auch beschwerlich sein kann. Die gesammelten Eindrücke dieser Fahrt indes werden ein Leben lang konserviert und bieten herrliche Anekdoten für den späteren Small Talk auf Partys. </p>
<p>Belohnt für die Strapazen des Tages wurden sie einmal mehr durch das offenbar glückliche Händchen des <strong><a href="http://www.flugboerse.de/" target="blank">Reisebüros</a></strong>, das für Max ein Zimmer in der <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=PNH240&#038;typ=H" target="blank">Villa Langka</a></strong> reserviert hatte. Dieses wunderschöne und sehr überschaubare Boutiquehotel liegt umgeben von einem idyllische Garten im Herzen der aufstrebenden Stadt am Tonle Sap, einem Zufluss des berüchtigten Mekongs. </p>
<p>»Max, lass mal morgen ein bisschen ruhiger angehen.«<br />
»Das hatte ich auch vor und hab etwas Deprimierendes aus dem Reiseführer gezogen. Tuol Sleng, das Genozid-Museum. Ein KZ der Roten Khmer in einer ehemaligen Schule.«<br />
»Eijeijei.«</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Mehr optische Eindrücke gefällig? </p>
<p><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=28420&#038;id=126589944051819">Fotoalbum <em>Angkor Wat</em> auf Facebook schauen!</a></p>
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		<title>Episode 31</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-31/</link>
		<comments>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-31/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 00:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie Schönbeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Nach einer Woche Kalabrien bestieg Familie Schönbeck bei Rom ein Kreuzfahrtschiff. Die Route sollte sie durch das westliche Mittelmeer führen. Savona, Barcelona, Mallorca und Tunis lagen bereits hinter ihnen, als sie im Hafen von Valetta ankerten. Beim &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-31/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Nach <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-17/">einer Woche Kalabrien</a> bestieg Familie Schönbeck bei <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-25/">Rom</a> ein <a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/Rsb_suche.asp?engine=kreuzfahrt">Kreuzfahrtschiff</a>. Die Route sollte sie durch das westliche Mittelmeer führen. Savona, Barcelona, Mallorca und Tunis lagen bereits hinter ihnen, als sie im Hafen von Valetta ankerten. Beim Landgang stockte Mathilda der Atem. Vor einem Hotel wähnte sie <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-28/">ihren verschollenen Ehemann </a>Gustav, dessen Schiff vor 15 Jahren im Mittelmeer versunken war.  </p></blockquote>
<p><span id="more-489"></span></p>
<h3>»Ja, hast Du ihn denn nicht gesehen?«</h3>
<p>»Haltet den Bus an!«, schrie Mathilda, nachdem das Gefährt sich nach Grünwerdung der Ampel wieder in Bewegung gesetzt hatte. Der erschrockene Busfahrer tat wie ihm befohlen. Er trat mächtig auf die Bremse und die Köpfe der Passagiere sausten synchron in Richtung Kopfteil des jeweiligen Vordersitzes. </p>
<p>»Mutter, was ist denn los?«, erkundigte sich Martin mit einer Spur Panik in der Stimme.<br />
»Ja, hast Du ihn denn nicht gesehen?«<br />
»Wen gesehen?«<br />
»Deinen Vater!«<br />
»Was? Hast du Fieber?«<br />
»Halt mich nicht für verrückt, ja! Dort vor dem Hotel hab ich eben Deinen Vater sitzen und Trompete spielen gesehen.«<br />
Martin blickte seine Mutter völlig entgeistert an. Mathilda erkannte den Blick. Genau so würde sie jemanden anschauen, der gerade von seinem letzten Trip mit einem grünen Männchen zum Mars berichtet hätte. Sie wollte sich nicht rechtfertigen und griff nach dem Arm ihres Sohnes.<br />
»Komm, finden wir gemeinsam raus, ob ich jetzt den Verstand endgültig verloren habe oder ob da wirklich Dein Vater sitzt und spielt.« </p>
<p>»Ähhh &#8230; Hallo? Herrschaften, das hier ist aber kein offizieller Haltepunkt unserer Rundfahrt!«, ermahnte der Reiseleiter Mathilda und Martin, die gerade im Begriff waren den Bus zu verlassen.<br />
»Für uns endet die Rundfahrt hier! Vielen Dank für Ihre Mühen«, entgegnete Mathilda trocken.<br />
»Achso?«, fragte Martin.<br />
»Sie brauchen sich dann aber nicht bei Ihrem <strong><a href="http://sonnenklartv-reisebuero.de/" target="blank">Reisebüro</a></strong> wegen einer Kostenerstattung zu beschweren, ja?«, fügte der Reiseleiter noch hinzu, wurde aber völlig überhört.<br />
»Tja, wenn das so ist«, begann Martin, »Sabine? Kinder? Kommt, wir verlassen den Bus und gehen Opa suchen.«<br />
Aus drei Mündern war gleichzeitig ein überrascht fassungsloses »Opaaaa?« zu vernehmen, bevor sie sich Martin und Mathilda anschlossen und den Bus ebenfalls verließen.</p>
<h3>Verlor Mathilda den Verstand?</h3>
<p>Der gecharterte rote Bus der Reederei fuhr los und einige der Insassen bedachten Schönbecks mit mitleidigen Blicken, wie sie sonst nur die in Berlin frei umherlaufenden Irren in öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten. Ein kleiner Junge führte noch die berühmten Kreisbewegungen mit dem Zeigefinger neben dem Kopf auf. Okay, wir sind jetzt die Bekloppten, dachte sich Martin, wobei ihm das im Moment nicht weiter kümmerte. Viel schlimmer war, dass seine Mutter jetzt offenbar am durchdrehen wäre. Er hielt die Kreuzfahrt für eine gute Idee, gerade weil sie durch die Gewässer fahren würden, wo sein Vater damals verschwand. Es sollte ein für alle Mal Schluss sein mit diesem ewigen Hoffen auf eine Rückkehr von Gustav. Offenbar hatte er den seelischen Zustand seiner Mutter falsch eingeschätzt. Statt Abschied von Gustav machte sich jetzt ganz offensichtlich ihr Verstand aus dem Staub. </p>
<p>Um zum <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=MLA203&#038;typ=P" target="blank">Hotel Phoenicia</a></strong> zu gelangen, mussten Schönbecks die Straße überqueren. Die Sicht aufs Hotel versperrte ein großer dunkler Lieferwagen und gerade als sie die Hälfte der Straße bereits passiert hatten, fuhr dieser an und Martin und Mathilda blieben wie angewurzelt stehen. Der ältere Herr, der dort auf einem Hocker neben dem Eingang des Luxushotels saß und mit seiner Martin Committee Jazz unter die Leute brachte war Gustav! Ganz eindeutig. Egal wie lange man einen vertrauten Menschen nicht mehr gesehen hatte, bestimmte Muster setzen sich fest in unseren Gehirnen und lassen uns bekannte Personen in sekundenschnelle und ohne Zweifel wiedererkennen. Obwohl der Kopf des Trompetenspielers durch eine beige Schiebermütze bedeckt wurde, die einen Blick auf seine Augen aus ihrer Perspektive unmöglich machte, war es die Art und Weise, wie er die Backen zum Spielen aufblähte und wie er seinen linken Fuß dabei ausstreckte. Genau so hatte Martin seinen Vater in Erinnerung, wenn er damals Jazz spielte. </p>
<p>Sabine und die Kinder waren längst über die Straße gegangen. Mathilda und Martin standen immer noch auf ihr und hatten diesen sonderlichen starren Blick, den wohl nur Menschen haben, die gerade eine Erscheinung hatten. Ein wütender Autofahrer holte sie durch seine Stakkato-Nutzung der Hupe wieder zurück in die Gegenwart. Langsam setzten sie sich in Richtung des Trompeters in Bewegung. </p>
<h3>»Geister gibt es gar nicht!«</h3>
<p>»Was ist denn bitte mit Papa und Oma los?«, fragte Dorothea ihre Mutter.<br />
»Ich glaube, die beiden haben gerade einen Geist gesehen.«<br />
»Einen Geist?«, hakte Dorothea nach.<br />
»Geister gibt es gar nicht!«, protestierte Karl.<br />
»Nun, ich weiß es nicht genau, aber der Mann mit der Trompete da, das könnte durchaus Euer Großvater sein. Also Papas Papa.«<br />
»Hä? Der ist doch längst Tod, habt ihr immer erzählt«, kam es ungläubig von Dorothea.<br />
»Ja. Nein. Ich meine, seine Leiche wurde niemals gefunden. Ich war gerade mit dir schwanger Doro, als die Fähre von Opa Gustav hier in der Region sank. Unter den geretteten Passagieren war er nicht und unter den tot geborgenen ebenfalls nicht.«<br />
»Heiliger Bimbam!«, stieß Dorothea aus.<br />
»Juhuuuu Opa lebt!«, jubilierte Karl.</p>
<p>Der Trompetenspieler indes bekam von all dem nichts mit. Er war in seiner Musik versunken und gab alles am Instrument. Passanten warfen ihm kleinere Geldbeträge in den Trompetenkoffer und spendeten Applaus. Kreidebleich und mit langsamen Schritten nährten sich Mathilda und Martin. Fünfzehn Jahre hatten sie gehofft und gebangt und zumindest Martin wollte nicht mehr an ein Happy End glauben. Dieser Moment auf Malta wirkte einfach nur surreal. Sie standen jetzt direkt vor ihm und er spielte so, wie er immer spielte, wie sie es in Erinnerung hatten. Martin standen die Tränen in den Augen. Niemals hätte er damit gerechnet, seinen Vater noch einmal an der Trompete zu erleben, die damals Miles Davis so berühmt machte. Wie gerne hätte er seinen Vater bei all den großen Momenten seines Lebens in der Nähe gewusst. Seinen Uni-Abschluss, die Geburt der Kinder, die Hochzeit mit Sabine, die Gründung der eigenen Firma&#8230;Martin zitterte. </p>
<p>Das Stück war zu Ende und der alte Mann setzte die Trompete ab und wischte sich mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn. Wie in Trance machte Mathilda einen Schritt auf ihn zu. Sie stand nun direkt vor ihm und der Mann blickte langsam auf, wobei er seine Mütze nach oben schob, um der Dame seine gesamte Aufmerksamkeit schenken zu können.</p>
<p>»Gustav, wo hast Du nur all die Jahre gesteckt?«, fragte sie ihn.<br />
Die Antwort versetzte ihr einen Stich ins Herz.<br />
»Tut mir Leid, kennen wir uns etwa?«</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
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		<title>Episode 30</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-30/</link>
		<comments>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-30/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 14:19:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Roland]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Roland kam in den Besitz von heiklen Videodateien. Er witterte das große Geschäft und dank Sergej war auch rasch ein Käufer gefunden. Getrieben von zunehmender Paranoia, versteckte er die Daten bei seiner Freundin Jessica. Doch die verließ &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-30/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Roland kam in den Besitz von <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">heiklen Videodateien</a>. Er witterte das große Geschäft und dank <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-15/">Sergej</a> war auch rasch ein <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-16/">Käufer</a> gefunden. Getrieben von zunehmender Paranoia, versteckte er die Daten bei seiner Freundin Jessica. Doch <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-6-kosamui/">die verließ ihn</a> auf Mallorca und nahm, ohne es zu wissen, die prekären Daten mit sich. Roland und Sergej <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-18/">verfolgten sie</a>. Der Käufer indes <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">wurde ungeduldig</a> und der Termin verstrich. Roland hatte Glück im Unglück: Der Kaufpreis sank und er musste jetzt <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-27/">mit Sergej teilen</a>, doch immerhin bekam er noch die Chance, die Daten wieder aufzutreiben. Mit dem Flugzeug ging es nach Südostasien, wo sich Jessica und Max <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-23/">mittlerweile aufhielten</a>.</p></blockquote>
<p><span id="more-471"></span></p>
<h3>Ein ausgesprochen trainierter Trinker</h3>
<p>Roland wusste nicht, ob er sich über die zweite Chance freuen sollte. Er dachte an einen schnellen Euro &#8211; gut, viele schnelle Euro. Doch jetzt, hier mit einem waschechten Gangster auf Menschenjagd zu gehen schmeckte ihm überhaupt nicht. Was würde er dafür geben, die Uhr noch einmal zurückdrehen zu dürfen. Jetzt am Strand von Mallorca liegen und am Abend Jessica vernaschen. Verdammt. Das würde nicht mehr passieren, da war er sich sicher. Er wischte diese Gedanken weg. Auf die Braut kann er auch pfeifen! Wenn er erst einmal die 250.000 Euro in den Händen halten würde, die ihm am Ende dieser Reise blühen. Genau! Arschbacken zusammenkneifen, Daten wiederbeschaffen, verticken und dann die Beine hochlegen. Die nächste Miau würde allein schon vom Duft des Zasters angelockt werden.</p>
<p>Natürlich gab es bereits auf dem <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;dsi=BKK&#038;hmi=ALLE&#038;tdc=0&#038;epc=1&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;typ=N" target="blank">Flug nach Singapur</a></strong> Probleme. Sergej und der verfluchte Wodka. Während der Rest im Flieger sich vom angebotenen Entertainmentprogramm berieseln ließ, oder schlafen wollte, hatte es Sergej darauf abgesehen, sich lieber ins Delirium zu schießen. Blöderweise war er ein ausgesprochen trainierter Trinker und selbst die dünne Luft im Flugzeug konnte diesen Prozess nicht merklich beschleunigen. Er lallte und tauschte lautstark mit Roland Nichtigkeiten aus. Wobei tauschen ja implizieren würde, dass sein Gegenüber in einen Dialog treten würde. Dem war aber nicht so. Roland war nach zwei Gläsern Wodka in einen tiefen Schlaf gesunken, was Sergej nicht an seinen Monologen hinderte. Diese riefen wiederum die Fluggäste in unmittelbarer Nachbarschaft auf den Plan. Ein Mix aus Spanisch, Englisch und Malaiisch prasselte auf ihn ein. Er verstand nichts, die anderen wiederum durchaus Sergej, denn dieser parlierte hervorragend die Sprache der Gewalt. Es genügte einem der Rädelsführer am Kragen zu packen und aus dem Sitz zu heben und schon war Sergej umgeben von Ruhe. Angst war sein verlässlichster Partner. Dumm nur, dass dadurch auch die Stewardessen abgeschreckt wurden. Fortan torkelte Sergej zur Bordküche und holte sich seinen Sprit selbst ab. Vorausschauend wurde das Nachtsnackangebot an Bord um eine Flasche Wodka erweitert. Das Bordpersonal ging so weiteren Auseinandersetzungen aus dem Weg und keiner der weiteren Fluggäste wagte es sich an der Flasche zu vergreifen, die Sergej irgendwann auch gleich ganz mit an seinen Platz nahm.</p>
<p>Nach der Landung in Singapur hatte Roland dann Probleme Sergej wach zu bekommen, der komatös in seinem Sitz klemmte und laut schnarchte. Ein Steward konnte helfen. Mit seinem Riechsalz holten sie den russischen Bären wieder zurück. Mit verquollenen roten Augen und extrem schlechter Laune tapste dieser dann hinter Roland her. Erstaunlicherweise bekam Roland die neue Hackordnung in seiner Zweimannreisegruppe rasch zu spüren, denn beide stiegen nicht im selben Hotel ab. Während Roland im 3-Sterne <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SIN325&#038;typ=H" target="blank">Botiquehotel Gallery</a></strong> am Robertson Quay ein Zimmer hatte, blieb Sergej noch im Taxi sitzen. Er residierte im 5-Sterne <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=SIN258&#038;typ=H" target="blank">Fullerton Hotel</a></strong> an der Marina Bay. Beide Hotels waren nicht wirklich weit voneinander entfernt, doch die gehobene Ausstattung und das ansprechende Ambiente des Fullerton waren schon ein Statement. Roland hatte verstanden. Er spielte für den Käufer hier nur noch die zweite Geige. Angesäuert zog er sich in sein schickes Standardzimmer zurück.</p>
<h3>»Bangkok ist gestrichen«</h3>
<p>Am Abend war Roland mit Sergej im City Space, einer Bar in der 70. Etage des Equinox-Komplexes, verabredet. Er nahm einen längeren Fußmarsch gern in Kauf, denn diesen atemberaubenden Stadtstaat an der malayischen Südspitze erkundet man auch am besten auf diese Art. Roland war völlig perplex ob der sich bietenden Sauberkeit und Ordnung. Das kannte er so von Hamburg nicht unbedingt. Gut, ja, seine Heimatstadt war jetzt nicht unbedingt dreckig, aber im Vergleich zu Singapur wirkte sie geradezu ranzig. In einem Fastfood-Lokal einer bekannten amerikanischen Kette, holte er sich einen Burger und während Etablissements dieser Art in Deutschland eher von juvenilen Delinquenten heimgesucht werden, saß er hier neben Typen in Anzügen, die vor ihren schicken Laptops saßen und arbeiteten. Er kam aus dem Staunen kaum noch raus und es wurde noch besser als er die Bar hoch über den Dächern der Stadt betrat. Das farbenfrohe Lichterspiel der Großstadt war schlichtweg atemberaubend. Dank Sergej, der an einem der Tische an der Fensterfront saß, hoffte er, sich an diesem Panorama sattsehen zu dürfen.</p>
<p>»Roland! Geht gut?«, begann Sergej.<br />
»Sicher. Und selbst? Wie lebt es sich im Luxushotel?«<br />
»Guuuuut. Zimmer ist riesig und so viele Sender auf großen Fernseher! Und der Pool, ein Traum.«<br />
»Äh ja, danke für die Angeberei.«<br />
»Hör mal, sei nicht traurig, Hotel war ausgebucht.«<br />
»Schon klar. Wie geht es jetzt weiter?«<br />
»Nun, Bangkok ist gestrichen.«<br />
»Was soll das jetzt wieder heißen?«<br />
»Unser Freund Rieber hat wieder mit seiner Kreditkarte gespielt. Sind jetzt in Siem Reap, Kambodscha.«<br />
»Was? Also fahren wir nach Kambodscha weiter, ja?«<br />
»Nein. Die beiden ahnen nix und machen hier Sightseeing in Asien. Wenn wir eintreffen, die schon längst wieder woanders.«<br />
»Also abwarten und Wodkatrinken, ja?«<br />
»Genau! Du lernst schnell.«<br />
»Und jetzt im Ernst, was machen wir?«<br />
»Wir wirklich warten ein paar Tage bis ich bekomme neue Information, wo Rieber nächste Unterkunft im Voraus bucht. Dann wir brechen auf und schnappen uns die Maden. Überraschung ist auf unsere Seite.«<br />
»Ja, hoffentlich gelingt die Überraschung ein bisschen besser als auf Mallorca«, sagte Roland und fasste sich dabei ans Kinn, das von dem Niederschlag noch immer schmerzte.<br />
Sergej schmiss wieder seine tiefe Traktorenlache an.<br />
»Genieß Singapur, Roland! Entspann. Die haben auch Casino jetzt hier und Nachtsafari im Zoo soll großer Spaß sein.«<br />
»Na gut. Dann ziehen wir jetzt ein bisschen das Touri-Programm durch und schlagen dann beinhart zu.«</p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Mehr optische Eindrücke gefällig?<br />
<a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=27948&#038;id=126589944051819">Fotoalbum <em>Singapur</em> auf Facebook schauen!</a></p>
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		<title>Episode 29</title>
		<link>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-29/</link>
		<comments>http://www.MyFarAwayLove.de/episode-29/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 20:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SirToby</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jessica]]></category>
		<category><![CDATA[Max]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.MyFarAwayLove.de/?p=457</guid>
		<description><![CDATA[Was bisher geschah: Jessica und Max waren nach Bangkok geflüchtet. Zum einen konnten sie sich dort besser kennen lernen und zum anderen meinten sie, dadurch den Fängen von Roland entgehen zu können. In der Armbanduhr von Jessica fanden sie eine &#8230; <a href="http://www.MyFarAwayLove.de/episode-29/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bisher geschah:</p>
<blockquote><p>Jessica und Max waren <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-21/">nach Bangkok geflüchtet</a>. Zum einen konnten sie sich dort besser kennen lernen und zum anderen meinten sie, dadurch den <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-16/">Fängen</a> von Roland entgehen zu können.<a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-23/"> In der Armbanduhr</a> von Jessica fanden sie eine <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-24/">Speicherkarte</a>, deren Inhalt im ersten Moment für sie im Verborgenen blieb. Doch Max <a href="http://www.myfarawaylove.de/episode-26/">erinnerte sich</a> an einen Computernerd, den er vor Jahren in Bangkok kennenlernte. Vielleicht konnte dieser helfen die Daten auf der Karte sichtbar zu machen?</p></blockquote>
<p><span id="more-457"></span></p>
<h3>Es war kurz vor 22 Uhr als sie das Hotel betraten</h3>
<p>Natürlich waren sie noch einmal eingeschlafen. Die Matratzenaktivitäten als auch der Jetlag forderten ihren Tribut. Verschlafen, aber glücklich, zogen sie am Abend hinaus in die Stadt. Die Sonne war bereits längst untergegangen und die Waschküche Bangkok begann in ihren allabendlichen Schleudergang zu schalten.</p>
<p>Hand in Hand schlenderten sie durch das belebte Viertel rund ums <strong><a href="http://www.flugboerse.de/FB/id_1/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=BKK255&#038;typ=H" target="blank">Baiyoke Sky Hotel</a></strong>. Der lärmende Verkehr, die vielen bunten Taxis, die Waren feilbietenden Händler am Straßenrand und dazu diese würzigen und charismatischen Essensdüfte der mobilen Garküchen betörten ihre Sinne. Nach dem Abendbrot, Jessica traute sich erst einmal nur an Huhn mit Reis heran, während Max ein scharfes Curry genoss, machten sie sich auf den Weg zum <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=BKK275&#038;typ=H" target="blank">Siam Heritage Hotel</a></strong>, um dort möglicherweise auf Jai, den alten Bekannten von Max, zu treffen.</p>
<p>Es war kurz vor 22 Uhr als sie das Hotel betraten. Obwohl mitten im Trubel von Bangkok positioniert, glich die Anlage einer Oase der Ruhe. In der Lobby fläzten ein paar Europäer auf den Sofas und lasen in der Bangkok Times. Aus den Lautsprechern rieselte sacht thailändische Instrumentalmusik. Max ließ seinen Blick durch Halle schweifen und tatsächlich, hinter dem Tresen der Rezeption lümmelte Jai. Seine kurzen schwarzen Haare waren von einer Art Kapitänsmütze bedeckt. Dazu trug er um den Hals ein modisches Karotuch. Sein etwas untersetzter und fülliger Körper steckte in einem abgewetzten Bonnie Prince Charlie Jacket nebst schottischem Kilt. Ja, Jais Modegeschmack konnte als eigenwillig bezeichnet werden. </p>
<p>»Ahoi Captain!«, eröffnete Max das Gespräch.<br />
Jai, der gerade in einer Ausgabe der Preacher-Comic-Reihe vertieft war, blickte gelangweilt auf und man sah, wie es hinter seiner Stirn arbeitete. Sicher, er hatte viele Typen hier kommen und gehen gesehen und Max konnte sich nicht sicher sein, ob er ihn ohne Weiteres wiedererkennen würde.<br />
»Max? Is that you?«, fragte er zögerlich.<br />
»Damn right Jai! Back in Bangkok!«<br />
»Ohhhh&#8230;. Sawadee khap! Warte, ich ein wenig gelernt deine Sprache&#8230;Herzlich Willkommen!«<br />
»Du altes Sprachgenie! Wie geht es Dir?«<br />
»Danke, gut. Wer ist Frau bei Dir?«<br />
»Ah, entschuldige. Das ist Jessica. Jesscia&#8230;Jai.«<br />
»Sawadee khap Jai«, begrüßte Jessica den Paradiesvogel hinter dem Tresen.<br />
»Hallo Jessica, nice to meet you! Was kann ich tun für euch?«<br />
»Jai, wir haben hier eine Speicherkarte gefunden und wüssten gerne, was sich darauf befindet. Könntest du uns helfen?«, fragte Max und überreichte die Karte an Jai.<br />
»Let´s  see..« Jai klemmte das kleine Speichermedium zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand ein und beförderte mit der Rechten einen Laptop auf den Tisch. Blitzschnell bugsierte er den Datenträger in ein Kartenlesegerät und beobachtete aufmerksam, was sich auf dem Bildschirm tat. Jessica und Max blickten dabei in sein Gesicht, und als sich dieses in Falten legte, konnten sie bereits erahnen, dass die Geheimnisse der Speicherkarte gut geschützt waren.</p>
<h3>»Straßen? Wo wir hinfahren brauchen wir keine Straßen!«</h3>
<p>»Sorry Max! Ist mit aufwendiger Methode verschlüsselt. I´m not a Codeknacker, you know. Aber ich habe Bekannten, der kann helfen«, gestand Jai.<br />
»Allright, Jai! How can i reach him?«<br />
»Ahhh&#8230;. unfortunately er ist gerade in Saigon bei Familie und kommt Bangkok nächste Woche.«<br />
»Schade. Aber gut, dann haben wir Zeit für Asien, oder was meinst Du Jessy?«<br />
»Fabelhaft! Der verdammte Blödsinn von Roland kann durchaus noch warten.«</p>
<p>Von Jai erhielten sie den Tipp, sich doch einmal die Tempelanlagen von Angkor im benachbarten Kambodscha anzusehen. Sein Schwager würde ein lokales Touristikunternehmen leiten und den beiden sicherlich beim Preis der Überfahrt entgegenkommen. Tatsächlich saßen sie bereits am nächsten Tag in einem Reisebus, der sie von Bangkok an die kambodschanische Grenze bringen würde. Knappe fünf Stunden dauerte der Trip. Jessica und Max saßen in der letzten Reihe und genossen die vorbeifliegende sattgrüne Landschaft Thailands. Dass die Idee mit dem Reisen per Bus vielleicht doch nicht die beste war, obwohl es sie wirklich nur kaum mehr als ein Lächeln kostete, ging ihnen auf kambodschanischem Hoheitsgebiet auf. Die Erledigungen der Formalitäten an der Grenze raubten ihnen bereits eine gesamte Stunde. Sie wechselten in einen deutlich kleineren Transporter, wobei wirklich jeder der vermeintlichen neun Sitzplätze belegt war. Muss ja, schließlich waren sie zu elft in dem Gefährt nach Siem Reap unterwegs. Es war sehr eng und Max spürte die gesamte Fahrt über das Knie seines Hinternachbarn im Rücken. Verstärkt wurde dieser unangenehme Druckschmerz durch die schiere Nichtexistenz von Straßen. Ja, die Regentschaft der Roten Khmer hatte wirklich ganze Arbeit geleistet &#8211; zumindest wenn man annahm, dass sich hier ein Agrarstaat befände, der einzig und allein Feldwege zu bieten hätte. Max hatte immer wieder Doc Brown am Ende von  »Back to the Future« im Kopf: »Straßen? Wo wir hinfahren brauchen wir keine Straßen!« Schön wäre es! Max brauchte jetzt ganz dringend eine Straße, denn mittlerweile fühlte er sich wie der Inhalt im Schüttelbecher eines Barmixers. So mies, wie die Zustände des Bodens waren, brauchten sie also tatsächlich 13 Stunden für die lumpigen 417 Kilometer. </p>
<p>Am Ende ihrer Kräfte erreichten sie am sehr späten Abend das von Jai empfohlene <strong><a href="http://www.sonnenklartv-reisebuero.de/SK/id_3/Web/booking.asp?stp=2&#038;tdc=0&#038;epc=2&#038;ka1=0&#038;ka2=0&#038;opi=FTI&#038;htc=REP280&#038;typ=H" target="blank">Bopha Angkor Hotel</a></strong>. Dank Jai lag bereits eine Reservierung auf Rieber vor und so konnten sich beide sofort in die professionelle Obhut zweier Siam-Massagegöttinnen begeben, die offenbar wohlwissentlich ebenfalls von Jai bestellt waren. Der Gute, beinahe so unentbehrlich wie ein <strong><a href="http://www.flugboerse.de" target="blank">Reisebüro</a></strong>, dachte sich Max. Und ja, die Damen wussten wirklich was sie taten und wie sie die tiefsitzenden Verspannungen aus den Schultern der beiden vertreiben konnten. Das war auch bitter nötig, denn bereits am nächsten Tag würden Jessica und Max am frühen Morgen zur Besichtigung Angkors Wats aufbrechen. </p>
<p><strong><em>Fortsetzung folgt</em></strong></p>
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